Für ihn beginnt das neue Jahr in Handschellen. In Essen geht die Polizei in der Silvesternacht konsequent gegen Randalierer vor, es kommt zu mehreren Festnahmen. Allein in NRW sind in dieser Nacht mehr als sechseinhalbtausend Polizisten im Einsatz. In Leipziger Stadtteil Connewitz brennen mehrere Barrikaden, hier rückt die Polizei mit Wasserwerfern vor. In Berlin-Neukölln setzt die Polizei auf strenge Kontrollen. Immer wieder stellen die Einsatzkräfte hier verbotene Feuerwerkskörper sicher.
Passant: "Prinzipiell nach den Erlebnissen der letzten Jahre finde ich das ganz in Ordnung."
Viele Berliner haben noch die Szenen des vergangenen Jahres vor Augen, als Randalierer Polizei, Feuerwehr und Sanitäter angreifen. Die Lage völlig außer Kontrolle gerät. Diesmal ist die Polizei mit rund 5000 Beamten in der Hauptstadt unterwegs. Einer der größten Einsätze in Berlin seit Jahrzehnten. Ein Kamerateam von ntv begleitet den Einsatz der Feuerwehr. Eine brennende Mülltonne muss gelöscht werden. Ohne die Rückendeckung der Polizei unmöglich.
Baris Coban, Feuerwehr Berlin: "Das war Wahnsinn. So was haben wir noch nie erlebt. An jeder Ecke standen Polizisten, die haben uns wirklich gut den Rücken freigehalten, die haben fantastische Arbeit geleistet."
Trotzdem gibt es immer wieder Meldungen über Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte - rund 300 Randalierer werden festgenommen. Auf ihrem X-Account postet die Polizei beinahe minütlich neue Informationen.
Schon Stunden vor Mitternacht seien Beamten von einer 200-köpfigen Gruppe mit Pyro beschossen worden. Im Laufe der Nacht wurden laut offiziellen Angaben insgesamt 15 Einsatzkräfte verletzt. Trotz der Zwischenfälle spricht die Polizei von einem besseren Silvester als im Vorjahr.