Sie und er - sie sind verwandt - Geschwister genauer gesagt. Das Bärenweibchen, das vergangene Woche einen Jogger in der norditalienischen Provinz Trentino getötet hatte, ist die Schwester vom 2006 bekannt gewordenen Problembären Bruno.
Er streifte damals durch Bayern, riss Schafe, plünderte Bienenstöcke und Kaninchenställe. Die Landesregierung sah darin die Menschen bedroht und gab ihn trotz Protesten zum Abschuss frei.
//
Etwas, das auch seiner Schwester nun droht.
{OT Udo Gümpel, in Italien}
"Die Frage ist nun, was soll mit ihr passieren, denn sie hat schon vor drei Jahren einen Wanderer und ihren Sohn angegriffen und damals schon fragte sich die Bevölkerung, soll sie wir sie leben lassen oder eingefangen werden."
Schon am Samstag hatte der Regionalpräsident entschieden, dass die Bärin erlegt werden solle.
{OT Peter Höffken, Peta Deutschland}
"Es ist nicht statthaft und mit dem Tierschutz nicht vereinbar, jetzt alle Bären in Sippenhaft zu nehmen. Das darf nicht passieren. Es muss ja als isolierter Fall betrachtet werden. Der ist schlimm, der ist tragisch, der muss auch aufgearbeitet werden. {Und vor allen Dingen muss zugesehen werden, dass sowas in Zukunft nicht wieder passiert}."
Damit es nicht weitere Problembären gibt, will man in Nord-Italien einige Tiere in andere Gebiete umsiedeln. In der Region gibt es aktuell etwa 100 Bären.