Der 18-jährige Ada Abay lebte zusammen mit seiner Mutter in diesem sechsstöckigen Mehrfamilienhaus in Düsseldorf Flingern. Ada hatte Träume - Wünsche - wie viele junge Menschen in seinem Alter. Gerade bereitete er sich auf seine Abitur Prüfungen vor, erzählt uns seine Schwester Asya.
"Er hat seine T-Shirts, seine Taschen selbst genäht. Er wollte unbedingt Modedesigner werden. Das war auch immer Gesprächsthema bei uns zu Hause."
Einen Traum, den Ada nicht mehr verwirklichen kann, denn der erst 18-Jährige kommt bei dem Feuer ums Leben.
Es ist der 16. Mai. Nachts gegen 2:30 Uhr wird die Feuerwehr alarmiert. Ada, seine Mutter und alle anderen Bewohner des Hauses schlafen längst.
Plötzlich und sehr schnell greifen die Flammen vom Kiosk auf die oberen Stockwerke über. Später wird klar warum: Es wurde Benzin verschüttet. Im Verdacht steht derzeit der Kiosk-Besitzer selbst, der bei dem Brand ums Leben gekommen ist.
"Ich weiß, dass er Söhne hat und das diese jetzt unabhängig von allem auch am trauern sind und ich will die letzte Person sein, die in ihrer eigenen Trauer bei jemand anderem stichelt, der gerade auch am trauern ist."
Medienberichten zufolge heißt es, eine Kündigung des Mietvertrages des Kiosks soll ein mögliches Motiv gewesen sein. Zum Ende des Jahres hätte der Kiosk-Betreiber sein Geschäft räumen müssen. Parallel ist auch von Schutzgeld die Rede. Da die Ermittlungen noch laufen, äußert sich die Polizei nicht zu möglichen Motiven.
Auch die Ursache für die Explosion und das anschließende Feuer ist bisher nicht bekannt.
Der Knall weckte auch Adas und Asyas Mutter mitten in der Nacht.
"Dann ist sie zu meinem Bruder und hat ihn geweckt und erst Minuten später sind die Feuermelder angegangen."
Der 18-Jährige versucht über das Treppenhaus nach draußen zu gelangen und so Hilfe für seine Mutter zu holen. Doch im ersten Stock versperrt ihm eine Feuerwand den Weg. Dort atmet er den giftigen Rauch ein und verliert das Bewusstsein.
Für Ada kommt jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr schafft es nur noch seine Mutter über eine Drehleiter zu retten.
Asya durfte inzwischen zurück in die Wohnung, um noch ein paar Dinge von ihrem Bruder zu holen:
"Ich habe noch sein Teddy gefunden, den er seit seiner Kindheit hat, den habe ich mitgenommen. Weil den hätte ich nicht dort lassen können."
Mein Bruder war ein Engel und mein bester Freund sagt uns Asya. Ihre Freundinnen stehen ihr nun in dieser schweren Zeit bei.