Hannah schmeißt die Schule. Aber nicht als Schülerin, sondern als Lehrerin. Ich werde kündigen oder ich habe gekündigt. Freitag ist mein letzter Tag.“
Hannah kommt aus einer Lehrerfamilie – damals steigt sie quer in den Beruf ein. Sie möchte einfach mal ausprobieren, ob der Job etwas für sie ist, schließlich sind die Arbeitszeiten auch ganz angenehm. Jetzt, mehr als
drei Jahre später wirft sie das Handtuch. In einem mittlerweile millionenfach geklickten Video auf TikTok erklärt sie, warum.
„Worüber ich wirklich sprechen möchte, ist, wie die Technologie die Bildung ruiniert. Die Technologie trägt zum Rückgang der Lese- und Schreibfähigkeiten in diesem Land bei. Viele Kinder können nicht lesen. Sie können sich per Knopfdruck etwas innerhalb von Sekunden vorlesen lassen. Ich glaube nicht, dass es diesen Kindern wirklich etwas ausmacht. Es ist ihnen egal, ob sie etwas in der Welt bewirken.”
Zum Schluss appelliert Hannah an ihre Zuschauer, es müsse sich dringend etwas ändern, sonst sehe sie schwarz für die Bildung der nächsten Generationen:
„Wir müssen anfangen, uns von der Technologie zu verabschieden und die Dinge zurückbringen, die funktioniert haben. Wenn also jemand, der die Macht hat, in den Schulbezirken des Landes etwas zu bewirken. Ich hoffe wirklich, dass Sie nicht nur mich, sondern die Millionen von Lehrern hören, denen es genauso geht.”
Die Vorwürfe, die Hannah erhebt, sind jedenfalls schwerwiegend. Und ob sie mit ihren Forderungen auf offene Ohren stößt und auch andere Lehrer dazu inspiriert, sich öffentlich zu äußern, bleibt abzuwarten. Das Bild, dass sie zeichnet, ist jedenfalls besorgniserregend.