Schon lange kann Maila Diallo nicht mehr in Ruhe schlafen. Ihre Wohnung muss sie sich mit Mäusen teilen.
"Da, da. Öööhhh in die Küche gelaufen."
„Ich kann das nicht mehr ertragen."
Hinzu kommen: kaputte Fenster, Löcher in den Wänden, Schimmel.
Im August 2022 zieht die 44-jährige mit ihren 3 Kindern in die 100 Quadratmeterwohnung. Monatliche Miete: 1000 Euro. Ihre absolute Traumwohnung, die nun zum Alptraum geworden ist.
Wir wollen uns selbst ein Eindruck von der Situation machen. Weil Maila wegen einer Augenkrankheit immer weniger sieht, trägt sie bei unserem Besuch eine Sonnenbrille.
Mäuse sehen wir hier zwar keine, dafür umso mehr deren Köttel.
OT Maila: „So sieht das hier jeden Morgen aus.“
OT Reporterin: „Das ist alles Kot?“
OT Maila: „Alles Kot."
Sogar auf der Jacke ihres 9-Jährigen Sohnes. Kleidung, Spielzeug, Nahrungsmittel - das meiste lagert sie nur noch in wiederverschließbaren Kisten.
Obwohl Maila mehrmals die Hausverwaltung kontaktiert, stellen die lediglich Mäusefallen auf.
Doch wer hat Schuld am Mäuseproblem? Das lassen wir von einem Gutachter klären.
Als es ins Badezimmer geht, kann er selbst kaum glauben, was er da sieht.
OT Gutachter: "Das ist gesundheitlich wirklich sehr bedenklich."
Der Experte geht davon aus, dass die Nagetiere unter anderem durch dieses Loch am Abflussrohr der Toilette in die Wohnung gelangen.
Die aufgestellten Fallen lösen für ihn das Problem nicht.
Vielmehr müssten alle Löcher und Hohlräume in der Wohnung gestopft werden.
OT Gutachter: „Das ist ganz klar Vermieteraufgabe.“
Inzwischen wurde Maila sogar die Wohnung gekündigt, weil sie wegen der Mängel die Miete verringert hat. Für die zurzeit arbeitsunfähige und alleinerziehende Mutter ist es fast unmöglich, eine neue, bezahlbare Wohnung zu finden
Unsere Reporterin konfrontiert den Vermieter mit den Aussagen des Gutachters.
OT Reporterin: "Es geht um die Wohnung von Frau Diallo.
Die leben da in dem Mäusekot. (...) das sind Zustände, da möchte man glaub ich nicht leben."
Der Vermieter beteuert, dass…
OT Vermieter: "Die Schäden, die eben dort vorhanden sind, (...) NICHT durch uns verursacht worden sind."
Der Vermieter schiebt die Schuld auf die Mieterin – trotz der Erkenntnisse unseres Gutachters. Für Maila ist das ein Schlag ins Gesicht. Lockerlassen werden wir allerdings nicht. Mieterschutzbund und Anwalt sind bereits eingeschaltet, damit Maila endlich wieder in Ruhe schlafen kann.