Das Robbenleben hier auf der Isle of Man vor Schottland ist kein Schlechtes. Natur so weit das Auge reicht, verschiedene Strände nur ein paar Flossenschläge entfernt.
Katharina Delling
Es sieht zwar nicht so aus, aber das was ich hier gerade mache, nennt sich tatsächlich Arbeit. Ich sitze nämlich nicht einfach so rum, sondern ich sitte diese Robben da hinten.
Ein wichtiger Job. Denn immer wieder verirren sich besonders Babyrobben an Orte, die für sie gefährlich sein können. Deswegen ist Lara Howes vom Manx Wildlife Trust auf sogenannte freiwillige Robbensitter angewiesen, die ein Auge auf die Tiere haben.
Lara Howes
Robben sind Jagdtiere und helfen, das Ökosystem zu regulieren. Sie halten es gesund und erhalten die Vielfalt hier, deshalb sind sie so wichtig für uns
In den vergangenen Jahren ist die Robbenpopulation hier auf der Isle of Man stark gewachsen, das ist erstmal gut. Doch mehr Robben bedeutet auch mehr Arbeit für Tierschützer wie Lara Howes. Die Robbensitter helfen ihr, die Tiere im Auge zu behalten, sicher zu gehen, dass es ihnen gut geht und sie nicht von Menschen gestört werden.
Lara Howes
Das hier ist eine der neueren Kolonien, die wir beobachten. Guck mal eine der Robben springt grade ein bisschen im Wasser herum. Sie liegen da komplett relaxed und genau das ist es, was wir sehen wollen. Wenn wir nach den Robben Ausschau halten, dürfen wir nicht Teil des Problems sein und das bringen wir auch unseren Robbensittern bei - dafür zu Sorgen, dass die Robben nicht gestört werden auch nicht von den Sittern selbst.
84 freiwillige Robbensitter hat Lara Howes schon gefunden, doch sie braucht dringend mehr. David Craine macht den Job schon seit vier Jahren und liebt ihn.
David Craine
Man kann nie vorhersagen, was die Robben tun werden, es ist jedes Mal anders, und ich könnte stundenlang dasitzen und sie beobachten.
Und ich muss nach einem Tag Robben Sitten gestehen: genau so geht es mir auch..