„Machen Sie das aus! Wenn sie Redezeit wollen, dann stehen Sie auf und reden!"
Dieser Mann bringt die Richterin aber ordentlich auf die Palme! Statt seine Argumente selbst vorzubringen, lässt sich ein 74-jähriger Unternehmer vor Gericht von einem KI-Avatar vertreten.
„Warte- ist das die Verteidigung in dem Fall?“
„Ja, ich habe das generiert. Das ist keine echte Person!“
Jerome Dewald ist wegen eines Arbeitsrechtstreits vor Gericht. Doch aufgrund seiner Krebserkrankung kann er laut eigenen Angaben keine längeren Konversationen klar führen. Deshalb bittet er die Richterin vorab, ein Video aufnehmen zu dürfen. Doch dabei stößt er bei der Richterin auf Unverständnis:
„Ich schätze es nicht, in die Irre geführt zu werden! Entweder sie leiden unter Beschwerden, die sie davon abhalten, sich zu artikulieren, oder nicht. Sie werden diesen Gerichtssaal nicht nutzen, um ihr Unternehmen zu launchen.“
Die Richtern unterbricht das Video sofort. Medienberichten zufolge entschuldigt sich Dewald wenig später und bestreitet bis heute, Werbung für sein Unternehmen gemacht zu haben. Ob er dafür nun mit Konsequenzen rechnen muss, ist nicht bekannt. Mit der Richterin dürfte er es sich damit aber verscherzt haben.