Diesen Anblick wünscht man niemanden, doch jemand muss es machen: Seit schon 12 Jahren ermittelt Kriminalhauptkommissarin Ricarda Weller im Fachbereich Kinderpornografie. Doch in manchen Momenten berühren die Sichtungen ihr Privatleben.
"Ich bin Mutter von zwei kleinen Söhnen die sind 4 und 2 Jahre alt und da kann ich in eine Geschichte erzählen: da war mein großer etwas über anderthalb Jahre, ich war schwanger mit dem zweiten Kind und ich hatte ein neues Outfit gekauft für den Großen und hatte es erstmal gewschen und in den Schrank gelegt. Ich weiß gar nicht wie viele Tage später habe ich halt ein Video gesehen wo in einer Wickelsituation ein Junge in ungefähr selben Alter genau diese Kombination anhatte dann von dem Täter entkleidet worden es braucht worden ist. Für mich stand dann in dem Moment fest: ich möchte mein Kind in diesen Klamotten nicht sehen und ich bin nach Hause gefahren habe sie weggeschmissen."
Jetzt fordert Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius eine Zulage für Ermittler im Bereich Kindesmissbrauch.
Doch Ricarda Weller wünscht sich vor allem mehr gesellschaftliche Anerkennung - in welcher Form auch immer.
Das Leid von Kindern zu beenden, ist das, was sie antreibt.
"Für mich ist es eine enorm hohe Arbeitsmotivation, die dahinter steckt, die uns tagtäglich antreibt - nicht nur mich, sondern unser ganzes Team und eine hohe Arbeitszufriedenheit. Wenn man beim Sichten dieser wirklich schrecklichen Bilder und Videos es dann schafft einen aktuell andauernden Missbrauch zu unterbinden oder auch einen in der Vergangenheit liegenden Missbrauch aufzuhellen."
Kein Kind sollte je erleben müssen, was auf diesen Bildern zu sehen ist. Bilder, die Ricarda Weller und ihre Kollegen viel zu oft ansehen und anhören müssen.