Sichtlich erschöpft, aber wahnsinnig erleichtert sind die, die das Unglück auf dem Roten Meer überlebt haben. 28 Menschen, die nichts retten konnten außer ihr eigenes Leben.
Jürgen Weichert, RTL-Reporter: "Die Suche nach Vermissten, nach Überlebenden wird fortgesetzt mit Schiffen der ägyptischen Marine, auch mit Suchflugzeugen der ägyptischen Luftwaffe. Allerdings sind mehr als 24 Stunden nach dem Unglück jetzt vergangen. Da muss man realistisch sein, sinken die Überlebenschancen, auch wenn die Wassertemperaturen im Roten Meer noch so circa 25 Grad betragen."
Gestartet ist die Yacht am Sonntag in Port Ghalib zu einer Tauch-Reise und sollte eigentlich am Freitag in Hurghada ankommen. Aber gestern nacht sinkt das Schiff bei schwerem Wellengang innerhalb weniger Minuten vor der Küste von Marsa Alam. Einige an Bord sollen es nicht mehr rechtzeitig geschafft haben, ihre Kabinen zu verlassen.
Besonders problematisch: Die ägyptischen Behörden hatten schon einen Tag vor dem Auslaufen, vor Unwettern und hohen Wellen gewarnt. Gestartet ist die Yacht trotzdem. Mit fatalen Folgen.
Jürgen Weichert, RTL-Reporter: "Das Schiff soll von einer großen Welle getroffen worden sein. Allerdings muss man auch die Frage stellen , ob nicht möglicherweise ein technischer Defekt vorgelegen hat. Wenn das Schiff von einer einzigen großen Welle quasi umgeworfen werden kann. Und auch die Frage nach menschlichem Versagen muss gestellt werden, ob die Crew, ob der Kapitän nicht besser rechtzeitig hätte einen sicheren Hafen anlaufen müssen."
13 Menschen werden noch immer vermisst - darunter wohl auch vier Deutsche. Mittlerweile hat die Küstenwache drei Leichen geboren.
Die "Sea Story" mit ihren vier Decks war zwar erst zwei Jahre alt, aber: Schiffe dieser Größe werden nicht von der internationalen Schifffahrtsbehörde kontrolliert und die Betreiber in Ägypten sind häufig auch nicht versichert.