Rettungsgasse im Supermarkt.
Was man bisher nur vom Straßenverkehr kennt, gibt es jetzt auch im Supermarkt. In Freigericht in Hessen heißt es jetzt nämlich an der Supermarktkasse: Bitte Platz machen für Rettungskräfte.
Hintergrund ist, dass die Einsatzkräfte oft nur eine kurze Mittagspause haben und selbst dann oft mit einem Pieper zum nächsten Einsatz gerufen werden. Ist das der Fall, müssen die Einkäufe oft einfach liegen gelassen werden. Die Idee zu der Supermarkt-Rettungsgasse hatte Filialleiter Jürgen Herröder
Jürgen Herröder, Marktleiter
„Ja, uns ist ganz oft aufgefallen, dass Rettungskräfte, die bei uns eingekauft haben beim Bäcker beim Metzger und dann noch an der Kasse warten mussten, da haben wir gesagt, das müssen wir abstellen und das hat sich super entwickelt.“
Und nicht nur die Kunden, auch die Rettungskräfte selbst finden das Konzept super und es scheint tatsächlich auch zu funktionieren.
OT Manuel Wilhelm, Notarzt
„Es gibt Tage da hat man nicht nur ein oder zwei Einsätze, sondern 6, 7 oder 8 und wenn man dann zwischendurch mal was zu trinken kaufen möchte und der Melder geht wieder, da ist die Schlange an der Kasse zu lang.“
Es klappt hier zum Glück besser als auf der Autobahn, da müssen wir nicht das Blitzlicht zusätzlich anschalten um durchzukommen, da es bei den meisten Kunden ja gut ankommt.“
Auch der Landrat möchte das Konzept ausbauen und auf weitere Geschäfte ausweiten und auch aus anderen Städten kommen bereits Anfragen zu der Rettungsgasse an der Kasse.