Den Kleingärtnern vom Verein "Quartier Napoleon" reicht´s!
Und deshalb machen sie ihrem Ärger Luft.
Um diese Straße geht es. Nach dem Grünen-Stadtrat soll hier bald eine Fahrradstraße entstehen. Bisher haben hier die Kleingärtner hier geparkt.
Ibrahim Kayed,, RTL Reporter:
"Diese Strecke hier soll für 130.000 € zu einer Fahrradstraße umfunktioniert werden, obwohl laut Kartenapp der EU Radweg nur 120 Meter entfernt ist."
Kleingärtner und Radfahrer sind hier immer gut ausgekommen. Für die älteren Gartenfeunde hätte die Straßenumnutzung aber drastische Folgen:
Autos dürfen hier zwar noch fahren, aber nicht mehr parken.
Alexandra Quetting, 2. Vorstizende Kleingartenverein:
"Wir alleine von unserem Verein sind 191 Lauben, die dann nicht mehr hier parken können. (...) Und meine alten Parzellanten, das sind noch mit die jüngsten, können dann nicht mehr hierher, müssen ihren Garten aufgeben und damit werden sie mehr oder weniger entmündigt."
Denn sollte das Parkverbot tätsächlich kommen, bedeutet das für manche Kleingärtner einen Fußweg von bis zu 3 Kilometern.
Selbst begeisterte Radfahrer haben kein Verständnis für die neuen Pläne:
Radfahrer
"Ich fahre das seit über 25 Jahren die Strecke. Es gibt keinen einzigen Unfall. Es gibt eigentlich ein gutes Miteinander hier." // "Also hier ist Steuerverschwendung pur."
Der Grüne Stadtrat will die Radstraße aber trotzdem umsetzen. Die Fahrradstraße sei Teil eines größeren Radnetzes. Er nimmt die Kleingärtner in die Pflicht:
Christopher Schriner: "Ich glaube die Annahme, dass alle, die da einen Kleingarten haben, Mobilitätseingeschränkt sind und mit dem Auto hinfahren müssen. Die geht nicht auf. Dann könnte man auch den Kleingarten gar nicht bewirtschaften."
DAS FRIEDENSANGEBOT DER STADT: Rund 40 Parkplätze könnten auf dem Gelände der Schrebergärten bleiben. DIE müsste der Verein dann an die Mitglieder verteilen.
Für die Gärtner sind die bisher vorgestellten Lösungen nicht überzeugend. Sie hoffen, dass der Protest die Behörde doch noch zum Umdenken bringt.