12 Uhr Mittags in Moskau. Anstellen zur Wahl, anstellen vielleicht zum Widerstand. Es ist die Uhrzeit, zu der noch der verstorbene Kreml Kritker Nawalny zum Protest aufgerufen hat. Wenn sie schon keine Wahl haben, soll so die Ablehnung gegen Putin gezeigt werden.
"Ich erwarte, also ich würde gerne eine Veränderung erwar-ten. Ich weiß nicht, ob das passieren wird oder nicht, aber ich glaube, dass meine Stimme etwas bewirken kann."
"So viele Menschen drängen sich und wollen an den Wahlen teilnehmen. Ich habe selten zuvor eine solche Aktivität gesehen."
"Ja, ich bin um 12 Uhr gekommen.
Der Mut ist groß, die Polizei einschüternd präsent, im ganzen Land sollen 50 Menschen fest-geommen worden sein. Nicht nur in Moskau, auch hier in Yekaterienburg oder in Putins Heimatstadt St. Petersburg kommen die Menschen um Punkt 12 Uhr Ortszeit zusammen..
"Die Oppositionsak-tion ist ein Erfolg geworden. In allen elf Zeitzonen waren um Punkt 12 Uhr viele Menschen in den Wahllokalen und in den Gesprächen haben mir Bürger hier ge-sagt, wir können zwar jetzt nichts ändern, aber wir sehen, wir sind nicht alleine!"
Auch am dritte Wahltag wird Russland von ukrainischen Drohnen angegriffen. In belgorod an der ukrainischen Grenze sollen es zwei Tote gegeben haben, in Krasnodar wurde eine Öl-Raffinerie getroffen. Im ukranischen Donestk Genieter lassen die russischen Besatzer in Ruinen wählen, dafür wird auch russische Folklore aufboten...
In vielen Städten der Welt wählen heute die Exil Russen. In Berlin steht Juliia Nawalnaja, die Witwe des kreml Kritkers, in der Menschenschlange . Mit versteinerter Mine betritt sie die Botschaft des Regimes, dass wohl ihren Mann getötet hat. Bei allem Protest Doch Zweifel an einem haushohen Sieg Putins gibt es nicht, wie auch im-mer das Wahlergebnis zustande kommen wird.