Diese Bilder aus dem Herzogenriedbad in Mannheim sorgen aktuell für Schlagzeilen.
Junge Männer liefern sich eine Massenschlägerei, ähnliche Szenen hier in Saarlouis - dort greifen sie anschließend das Sicherheitspersonal an.. Nach einer Prügelei unter 40 Jugendlichen muss dieses Berliner Bad komplett geräumt werden, hier in Berlin-Pankow werden zwei Menschen verletzt!
Im Freibad Neuenhagen bei Berlin ist auch Bademeisterin Trixie Strauß während der Arbeit noch wachsamer. Zwar geht es hier tendenziell eher friedlich zu - aber aggressive Situationen wie in Mannheim werden mehr: "Früher hat das Wort vom Bademeister noch was gezählt, aber heutzutage...Muss man leider so sagen, dass sind immer die Leute mit Migrationshintergrund, ist leider so. Die sind respektlos, auch Frauen gegenüber besonders. Ich hab da schon Wörter unter der Gürtellinie gehört, selbst von Zwölfjährigen, 13-jährigen Kindern, also die haben überhaupt keinen Respekt."
Hier in Neuenhagen gibt es bereits einen privaten Security-Dienst und auch Taschenkontrollen am Eingang. Es sind Versuche, um zu reagieren - auf Bilder wie diese aus Berlin im vergangen Jahr. Hunderte Menschen prügeln aufeinander ein, mittendrin Kinder - damals musste eine Hundertschaft der Polizei einschreiten.
In diesem Jahr fordert die Gewerkschaft klare Sicherheitskonzepte für Freibäder. "Wir fordern strenge Einlasskontrollen, Personen und Taschenkontrollen. Man muss über eine Videoüberwachung nachdenken. Wir fordern auch, dass wenn es zu solchen Eskalationen kommt, dass Leute auch ein Hausverbot bekommen und dass strikte Kommunikationswege abgestimmt sind mit der Polizei, damit wir schnell und effektiv vor Ort sein können."
Laut dem Bundesverband Deutscher Schwimmmeister hält sich die Situation bundesweit zwar noch in Grenzen - doch die wachsende Respektlosigkeit der Gäste in den vergangenen Jahren sei unübersehbar:
"Heute kriegt der Bademeister nur zu hören: ey alta was willst du denn? oder: du kannst mir doch nix! Und das kann es normal nicht sein. Es spielt natürlich eine Rolle die Sonne, dann der Alkohol, dann kommt der Testosteronspiegel dabei, der bei vielen Kollegen dann wahrscheinlich ins exorbitante hoch steigt und man braucht nur ein kleiner Funke zu kommen und dann explodiert das".
Auch wenn es im Freibad Neuenhagen meist familiär bleibt - die Bilder der vergangenen Tage lassen die Besucher nicht kalt: "Ich glaube vor fünf sechs Jahren war es noch nicht ganz so extrem, ist wirklich sehr doll geworden. Ich hab keine Lust da rein zu geraten - weil kann ja böse enden ne."
Bademeisterin Trixie Strauß wünscht sich, besser auf Problem- Situationen vorbereitet zu sein:
"Ich würde mir wünschen ein Deeskalationstraining zu machen. Ein Training, wie man mit den Menschen umgehen soll, weil die haben ja nun doch eine andere Mentalität, weil wir sind das ja gar nicht gewohnt."
Bis zum Abend bleibt es in ihrem Freibad zum Glück ruhig und Trixie hofft, dass auch in anderen Bädern statt solcher Bilder ausgelassene Momente wie diese zur Normalität werden.