Beißender Rauch zieht durch die Straßen von Los Angeles. Immer wieder setzt die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein. Die setzen Autos in Brand und blockieren Hauptverkehrsstraßen.
„Jede einzelne Minute, die wir Widerstand gegen die Grenzschützer leisten, ist Zeit, in der sie niemanden aus unserer Gemeinde abschieben. Sie können heute keine Menschen aus unserer Gemeinde entführen, weil wir Widerstand leisten."
Tatsächlich sind hier in Los Angeles in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Einwanderungsgesetz festgenommen worden. Das teils rücksichtslose Verhalten der Beamten löste die Proteste aus. Die will Trump sich nun nicht weiter mit anschauen.
„Wenn der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newscum und die Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, ihren Job nicht machen können, was jeder weiß, dann wird meine Regierung einspringen und das Problem Unruhen und Plünderungen so lösen, wie es gelöst werden sollte."
Konkret will Trump 2.000 Nationalgardisten nach Los Angeles entsenden. Die unterstehen eigentlich dem Bundesstaat. Der US-Präsident kann nur im Kriegsfall oder bei nationalen Notfällen die Kontrolle über sie übernehmen. Scharfe Kritik kommt von Kaliforniens Gouverneur. Dieser Schritt ist bewusst provokant und wird die Spannungen nur verschärfen, schreibt Gavin Newscum auf X. Und weiter:
„Die Nationalgarde hat Los Angeles bisher bewundernswert unterstützt. Dies ist der falsche Einsatz und wird das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben."
Vertrauen, das viele Menschen in Los Angeles ohnehin längst verloren haben.