Tatyana ist total müde - abgekämpft- seit über 10 Stunden ist sie unterwegs - raus aus der Ukraine. Eigentlich ist die 33-Jährige in ihrem Land ein Popstar - doch heute ist sie auf der Flucht genau wie 100.000sende anderer Menschen. Mit ihrem Handy hat sie den Weg raus dokumentiert.
„Es gibt keine Privilegien im Krieg. In der Situation sind wir alle gleich. Keiner von uns weiß was das Sckicksal für ihn bereit hält“, erzählt sie. Lange hat die junge Frau in der Ukraine ausgeharrt. Sie saß in Keller ihres Elternhauses und konnte nicht glauben was gerade passiert. Um sie herum Bomben und Panzer.
„Ich bin morgens aufgewacht und es war eine neue Welt- nichts war nichts mehr wie es war. Es waren Geräusche die mich geweckt haben und das waren Schüsse. Meine Mutter hat angerufen und gesagt Tatjana steh auf - es ist Krieg“, so Tatyana.
Doch dann trifft Tatyana einen Entschluss - sie will aus der Ukraine flüchten um ihre Stimme zu nutzen um außerhalb des Landes zu erzählen was wirklich passiert. Eigentlich ist Tatjana in ihrer Heimat ein luxuriöses Leben als Popstar gewöhnt man nennt die Angelina Jolie der Ukraine - doch auf der Flucht kann sie genau wie alle anderen fast nichts mitnehmen.
„In so einer Situation denkst du nicht über Anziehsachen nach - du brauchst nur etwas zu essen und trinken und dann versuchst dann dein Leben zu retten“, erzählt sie.
Ihr Weg nach Deutschland - ein einziger Alptraum. 11 Stunden mit dem Zug - dann 8 Stunden in der Kälte stehen dann weiter nach Polen und Deutschland - als sie in Frankfurt ankommt ist sie überglücklich.
„Niemand kann die im Moment sagen was das richtig ist - ich habe auf mein Herz gehört und bin dem gefolgt. Ich bin gegangen und stehe jetzt 100 Prozent hinter meiner Entscheidung. Ich werde alles versuchen das beste aus der Situation zu machen.“
So wie ihr geht es im Moment vielen. Inzwischen haben bereits 1,5 Millionen Menschen das Land verlassen. Alle sind auf der Flucht - besonders Mütter mit Kindern. An den Deutschen Bahnhöfen so wie hier in Berlin stehen Freiwillige, die helfen wollen die Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Es gibt für jeden eine Mahlzeit und ein warmes Getränk. Viele der Flüchtlinge sind bereits tagelang unterwegs.
„Es war hart wir sind seit 90 Stunden unterwegs und jetzt sind wir obdachlos - ich hab nichts mehr kein Geld gar nichts.“, erzählt einer.
Tatyana hat Glück gehabt - sie hat bei Freunden in Frankfurt ein Zimmer gefunden und jetzt geht sie zu jeder Demonstration und will helfen Unterstützung für die Ukraine zu bekommen. Bei dieser Veranstaltung geht sie auf die Bühne und singt die ukrainische Nationalhymne: „Ich bin ein Mensch wie alle anderen und ich will durch meinen Gesang den Frieden zurückbekommen und so auch etwas Gutes zu tun.“
Der Krieg verschont niemanden - dass hat Tatjana am eigenen Leib erfahren. In ihrer Heimat ist sie ein Popstar, doch jetzt ist sie eine der vielen Kriegsflüchtlinge.