"Ich glaub, mich tritt ein Pferd!" Das mögen sich einige Fahrgäste gedacht haben, als sie in Leipzig dieses Pony in der Straßenbahn gesehen haben. Es heißt Cash und war kurz davor mit Besitzerin Jenny bei großer Hitze unterwegs.
Jenny: "Dann hat Cash halt keine Lust mehr gehabt, zu laufen, und dann sind wir spontan in die Bahn eingestiegen, und das war natürlich ein Ereignis für die ganzen Fahrgäste, die sich natürlich total gefreut haben, sogar der Bahnfahrer ist ausgestiegen, , hat ein Foto gemacht und gesagt, dass er so was noch nie gesehen hat und Cash hat das auch ganz gut gemeistert."
Tiere in der Straßenbahn gibt es immer wieder mal. Fangen wir mal klein an: mit diesen Erdkröten, die sich in Bonn die Beförderung erschlichen, oder in diesem Fall, erhüpft hatten.
Auch eine Ziege wurde schon im Zug gesichtet: in Paris. Da gab es aber was zu meckern – von der Polizei: ein Betrunkener hatte das Tier aus einem Park geklaut.
Auch im Fall dieses Lamas in Bordeaux griffen Betrunkene zu, in einem Zirkus. Mit dem Alkoholpegel scheint die Sehnsucht nach Tieren zu steigen.
Wie dieses Alpaka in die U-Bahn gekommen ist: völlig unklar. Aber ein echter Hingucker. 5/58
Diese Kuh dagegen wurde in der Schweiz von Bauernburschen auf dem Rückweg von einer Landwirtschaftsmesse in die Bahn gezerrt. Aber besser die Kuh fahren, als Fliegen lassen. 10/1:08
Gerne hätten wir Ihnen auch noch einen Elefanten in der Straßenbahn gezeigt. Aber der passte leider nicht rein!
Aber zurück zu Cash. Da stellt sich doch die Frage: Hat er nicht in die Bahn geäpfelt, wie es so schön heißt?
Jenny: "Das hat er tatsächlich nicht gemacht. Also er hat sich ganz benommen. Wo wir dann hier zu Hause waren, hat das gemacht. Ich hab immer ne Mülltüte dabei, z.B. jetzt gerade auch, hier hab ich immer für ´n Notfall."
Und noch eine Frage bleibt: Hatte die Zwanzigjährige denn gar keine Angst, dass Cash in der Straßenbahn austreten oder anderen Unsinn machen könnte?
Jenny: "Eigentlich gar keine, weil, ich merke ihm das immer an, wenn ihm irgendwas unangenehm ist und er ist ja sofort freiwillig reingestiegen und hat sich auch ganz brav hingestellt und hat alle Leute vorbeigehen lassen und hat sich streicheln lassen, war rundum zufrieden, hat sogar gedöst in der Bahn und da hab ich gemerkt, ihm macht das Spaß."
Doch obwohl Cash ein Ticket hatte und auch der Fahrer diesen kuriosen Tram-Trip spaßig fand. Die Leipziger Verkehrsbetriebe, sehen das anders. Die Gefahr sei zu groß, dass das Pony bei der Fahrt panisch wird und dabei sich oder andere verletzt. Also bitte für die Zukunft: Die Bahn ist ein PERSONEN- und kein PONY-Beförderungsmittel.