„Es war eine völlig außerkörperliche Erfahrung. Ich dachte, ich würde halluzinieren, glaube ich.“
Als Garbiela Olds ihren Namen googelt, steht sie unter Schock! Ihr altes Führerscheinbild taucht als Polizeifoto bei einer Polizeipressekonferenz neben Mitgliedern einer kriminellen Bande auf!
Die vierfache Mutter wird beschuldigt in Colorado für ein mexikanisches Kartell Fentanyl verkauft zu haben. Ihr drohen bis zu 35 Jahre Haft! Dabei hat sie eine reine Weste:
„Ich habe noch nicht einmal einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bekommen. Ich bin überhaupt nicht vorbestraft. Und einfach aus heiterem Himmel haben sie das in einem Moment zerstört.“
Gabriela traut sich nicht mehr aus dem Haus, sucht sich einen Anwalt. Und der klärt auf: Die Polizei muss schlampig gearbeitet haben. Weil eine andere Frau ihre alte Nummer für die Drogengeschäfte nutzt, beschatten Beamte sie - und halten sie doch tatsächlich für Gabriela. Doch die lebte zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr in Colorado, sondern ist längst nach Texas gezogen. Das kann ihr Rechtsbeistand zum Glück auch beweisen. Vier Monate später wird die Anklage gegen sie fallen gelassen. Eine Erleichterung für die Mutter, eine Entschuldigung erhält sie allerdings nicht.
Gabriela will nicht, dass andere Menschen in ihre Lage kommen. Denn nicht jeder könne sich in so einer Situation einen guten Rechtsanwalt leisten, um einer Haftstrafe zu entgehen.