Es ist der 14. Oktober in Stuttgart. Mirnesa S. ist seit einem halben Jahr Angestellte bei einem Geldtransportunternehmen. Bis sie selbst zulangt, 1 Millionen Euro klaut und verschwindet. Die Polizei ermittelt – ohne Erfolg. Jetzt wird öffentlich nach der 42-Jährigen gefahndet und ganz Deutschland fragt sich, wie kann SO eine Person untertauchen?
Unsere Reporterin Romy Schiemann steht in Kontakt mit Freundinnen der Diebin, die nicht vor unserer Kamera sprechen wollen.
Romy Schiemann, RTL Reporterin
„Interessant ist, dass mehrere Freundinnen unabhängig voneinaner, berichtet haben, dass der Kontakt zu Mirnesa abrupt abgebrochen ist. Schon eine Weile vor der Tat“.
Ismail Gürsoy, Mirnesas Tätowierer, kennt sie seit 7 Jahren - ist inzwischen ein guter Freund. Auch er hört wochenlang nichts von ihr, als er dann erfährt, warum, ist er wenig überrascht.
Ismail Gürsoy, Tätowierer
„Ich habe mir schon denken können, dass wenn sie in einer Firma arbeitet, die mit Geld zutun hat, dass es ihr irgendwann in den Fingern jucken wird. Ich denke, das war dann auf jeden Fall eine Kurzschlussreaktion.“
Der Millionendiebstahl ist ihre Chance. Das schnelle Geld. Eine Millionen klingt viel, wird Mirnesa aber nicht glücklich machen, weiß Privatermittler Raoul Classen.
Raoul Classen, Privatermittler
„Eine Million wird denke ich nicht ausreichen, um für immer und ewig abzutauchen. Ich denke das dauert nicht mehr sehr lange, bis sie dann tatsächlich lokalisiert wurde.“
Die Polizei geht aktuell 150 Hinweisen nach, demnach könne sich die 42-Jährige auch in den Balkanländern aufhalten. So viel ist klar, wo auch immer sich Mirnesa S. und ihre Millionen befinden, man wird sie an ihrem Aussehen früher oder später erkennen.