Schrecksekunden für die Passagiere einer Boeing 787. Mindestens 50 Insassen wurden verletzt, als das Flugzeug auf dem Weg von Sydney nach Auckland plötzlich absackte.
Es kam aus dem Nichts und fühlte sich an, wie man in einer Achterbahn sitzt und es plötzlich runtergeht. Dann flog alles hoch und fiel herunter. Es war schockierend.
Ich wachte gerade auf und sah hoch. Jemand flog ausstreckt in der Luft und schaute auf mich herunter.
Wir hatten Glück, dass wir in Reihe 14 saßen, weiter vorne. Deshalb war es nicht so schlimm wie hinten. Alles flog in die Luft, auch ein Baby. Ein Zweieinhalbjähriger schlief auf dem Sitz neben uns, auf der anderen Seite. Er flog in die Luft und landete auf dem Boden. Seine Mutter fütterte gerade ein einjähriges Kind, deshalb konnte sie sich nicht um beide kümmern.
Die meisten Verletzten hatten während des Vorfalls ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt und wurden danach von Passagieren mit medizinischer Ausbildung versorgt. Nach gut 45 Minuten konnte die Boeing ohne weitere Zwischenfälle in Auckland landen.
Der Pilot kam nach hinten und ich fragte: „Was zur Hölle ist passiert?“ Und er sagte: Mein Armaturenbrett ging einfach aus. Es schaltete sich einfach ab.“ Ich sagte: Was? Und er antwortete: Ja für ein, zwei Sekunden und dann ging es wieder an.“
Laut der chilenischen Fluggesellschaft LATAM war ein „technisches Problem“ die Ursache für den Ausfall. Was genau das Problem ausgelöst hat, ist noch unklar.