Hunderte Menschen waren im Einkaufszentrum der ukrainischen Stadt Krementschuk unterwegs, als am Montag plötzlich Raketen in das Gebäude einschlagen. Mindestens 18 Menschen werden getötet, mindestens 60 verletzt. Zu den Verletzten zählt auch Mykola. Es sei „die Hölle“ gewesen, sagt er.
„Ich habe viele verwundete und verbrannte Menschen gesehen, manche waren blutverschmiert. Ein Mädchen ist hingefallen, wir haben ihr wieder wieder aufgeholfen. Sie hat immer wieder das Bewusstsein verloren, doch wir haben versucht, ihr zu helfen.“
Noch schwerere Verletzungen erlitt Mykolas Frau Ludmyla. Ihr Arm wurde gebrochen, zudem zog sie sich eine klaffende Wunde am Kopf zu.
„Es hat sich angefühlt, als würde ich irgendwohin fliegen. Ich flog kopfüber und Splitter trafen meinen Körper. Der ganze Ort brach zusammen. Dann landete ich auf dem Boden und ich weiß nicht, ob ich bei Bewusstsein oder bewusstlos war. Ich habe nichts verstanden. Ich öffnete meine Augen und sah, dass ein großes Stück Schutt auf mir lag. Ich begann zu schreien „Hilf mir“. Von irgendwo kam Wasser. Das Wasser hat mich aufgeweckt.“
Am Tag nach dem schweren Unglück suchen die Einsatzkräfte in den Trümmern noch immer nach Überlebenden. Mehr als 36 Menschen werden noch immer vermisst. Die Sanitäter hoffen, wenigstens einige von ihnen noch retten zu können.