Eine Spielkarte in eine Melone werfen? Einen Ballon damit platzen lassen? Das
sind zwei der Aufgaben, die Javier Jarquin auf der Bühne erfüllen muss. Wenn er
alle Prüfungen besteht, kürt ihn das Publikum am Ende der einstündigen Show
zum Karten-Ninja. Ein Konzept, das sich Javier selbst ausgedacht hat.
OT Javier Jarquin
"Die Zuschauer sehen nicht nur, was ich mit Karten mache. Es geht darum, eine
gute Zeit miteinander zu haben. Darum funktioniert die Show so gut. Ich kann
nicht glauben, dass ich hier bin - das ist verrückt."
Wir treffen den 41-jährigen Neuseeländer am Rande seines Auftritts am New
Yorker Broadway. Früher hat Javier als Programmierer gearbeitet - ein
Langweilerjob für ihn.
Also fing er an, mit Visitenkarten zu spielen. Sein erster Trick: ein solcher Boomerang. Und dann die Idee: eine eigene Show daraus zu entwickeln. Stück für Stück
lernt er weitere Tricks. Und zeigt sie jetzt am Broadway. Aber auch als gelernter
Karten-Ninja klappt nicht alles beim ersten Mal - wie ich am eigenen Leib er-
fahren muss.
OT Javier Jarquin
Es ist sogar besser, wenn man es nicht schafft und wieder nicht und wieder. Und
dann denke die Leute: Oh Gott, er kann's nicht. Und wenn man's dann schafft
freuen sie sich.
Als die Karte dann aber stecken bleibt, bin ich beeindruckt.
Freistand
"Krass"
Danach bin ich dran mich zu beweisen. Javier schickt mich in die Karten-Ninja
Lehre.
OT Javier Jarquin
Für den Standard- Wurf: Halte deine Hand so. Nimm die Karte. Super. Und jetzt
holst du aus und wenn du ganz gestreckt bist, lässt du los. Nicht schlecht.
OT Daniel Pfaender
Ja, also jedes Mal, wenn ich das mache, funktioniert's nicht so ganz. Ich treffe das
Ziel einfach nicht. Wenn Javier alias der Karten-Ninja das macht, trifft er fast
jedes Mal. Ja, es scheint wohl wirklich 'ne Menge Übung hinten dran zustecken,
weil ich treffe einfach nicht das Ziel."
Frustrationslevel hoch - Karten-Ninja Lehre abgebrochen. So mache ich Javier am
Broadway definitiv keine Konkurrenz.