Diese Tankstelle in Niedersachsen ist eine der ersten, die den neuen Klima-Diesel HVO-100 anbietet.
Lorenz Kiene, Geschäftsführer Classic Tankstellen:
"Jedes Gramm weniger CO2 in der Luft zählt. Und deswegen sollte man auch für den Energiemix der Zukunft die Kraftstoffe benutzen, die schon jetzt verfüg-bar sind."
Der Clou: HVO-100 wird aus Fettresten, zum Beispiel altem Frittenfett, oder Pflanzenölen hergestellt, die mithilfe von Wasserstoff veredelt werden. Das wird pro Liter 5 bis 20 Cent teurer als bisher. Ob das eigene Auto für den Klimadiesel freigegeben ist, erkennen Besitzer am XTL-Symbol im Tankdeckel. Fehlt das, hilft ein Anruf beim Händler.
{Micha Gephardt, ADAC:
"Der Vorteil von HVO100 ist ganz klar die CO2 Reduzierung. Bis zu 90 %
weniger CO2-Ausstoß in jedem alten Dieselmodell, das dafür freigegeben ist, ist ein Hebel, den sie sonst nie haben, um irgendwie klimaneutraler zu fahren."
Ebenfalls ab heute verfügbar: Diesel B10 mit einem erhöhten Anteil an Biodiesel aus Pflanzenresten. Umweltschützer sind bei den neuen Kraftstoffen jedoch skeptisch:
Lasse van Aken, Greenpeace:
"Ich halte Bio-Sprit für keine akzeptable Lösung, weil letztenendes verbrennen wir Lebensmittel im Tank. Sind das nicht essbare Lebensmittel, kann man drüber reden."
Und noch was ändert sich bald: Jede Tanke muss künftig Schnelladesäulen für E-Autos aufstellen. Diese Pflicht will das Bundeskabinett heute beschließen.