In diesem Sarg wird die Leiche des Schützen abtransportiert. Nach fast 35 Stunden Einsatz findet die Polizei den Mann am frühen Sonntagmorgen tot im Dachgeschoss dieses Wohnhauses. Auslöser des Einsatzes war ein Beschluss des Amtsgerichts wegen möglicher Kindeswohlgefährdung. Medienberichten zufolge soll der Mann sich geweigert haben, sein Kind in der Schule anzumelden. Der Mann verschanzt sich zunächst mit dem Kind und vermutlich dessen Mutter. In der Nacht zu Samstag können beide das Haus verlassen, das Kind kommt in Obhut des Jugendamtes.
Danach schießt der Mann mehrfach auf die Beamten.
Nachbarin Nicole Hentschel bekommt alles hautnah mit. Beamte finden im Haus und rund herum viele Schusswaffen, Munition, auch eine Handgranate. Das Motiv des Mannes bleibt derzeit offen. Die Menschen im 300 Einwohner-Ortsteil Vieritz sind erleichtert - fast 35 Stunden lang war der Ort wegen des Einsatzes abegriegelt. Die Polizei ermittelt nun die weiteren Hintergründe der Tat, und wie der Mann zu Tode kann. Das Obduktionsergebnis wird in den kommenden Tagen erwartet.