Wenn die Schüler der Dietrich Bonhoeffer Schule in Lich auf dem Sportplatz spie-len, stehen sie re-gelrecht unter Strom. Zu einer un-beschwerten Zeit zwischen den Unter-richtsstunden lädt die große Pause nicht mehr ein
Kind:
"Man zittert, man hat Angst...ihn Ohn-macht fällt."
Kind:
"Ein freund von mit, der hat auch nen kleinen Stromschlag bekommen."
Mit einem Elektro-zaun wollen sich die Anwohner des angren-zenden Grundstücks die Kinder vom Leib halten. Wir kommen mit dem Nachbarn ins SGespräch. Wie er seine übertriebene und nicht ungefähr-liche Aktion recht-fertigt.
Die Stimmung in Lich ist angespannt. Hier erignet sich zurzeit ein Nahbarschaftss-treit der etwas an-deren Art. An den Sportplatz der Diet-rich-Bonhoeffer- Schule grenzt ein Bungalow. Trotz ei-nes bereits existie-renden „Fangzaun“ fliegen immer wieder Bälle in den Garten der Anwohner.
Schulleiter:
"Es ist folgendes passiert, dass die Sportleherer...hat funktionert...rauge-geben hat."
Doch den NAchbarn reichts. Die Bälle behalten sie und es geht noch weiter! Was manch Viehzüch-ter macht, um seine Herde zu schützen, machen die Anwohner der Dietrich-Bonho-effer-Schule, um sich gegen die Schü-ler zu wappnen. Sie stellen kurzerhand ein Elektrozaun auf! Ganz nach dem Motto: Wer nicht hören will, muss fühlen, so wie dieser Schü-ler.
Schüler:
"Ich wollte den Ball von unten ho-len...hats kurz weh-getan"
Nur steht die Schule dort bereits seit den Siebzigern und das Haus der Nach-barn seit etwa zehn Jahren.
Alle Versuche, die aufgeladene Situati-on durch Gespräche mit den Anwohnern zu entschärfen sind gescheitert.
Auch die Stadt hat sich schon einge-schaltet in den Fall, vergebens.
Julien Neubert, Bürgermeister:
"Bauordnungsrecht-lich darf der Eigen-tümer...öffentliche Sicherheit und Ord-nung nict bedroht ist."
Und Solange der Zaun ausschließlich den eigenen Grund und Boden nutzt, darf er auch stehen bleiben und bedroht auch theroretisch nicht die öffentiche Si-cherheit. Autsch!
Unsere Reporterin will mit dem Ehepaar sprechen. Vor der Kamera will es al-lerdings nicht. Die Nachbarn erklären uns ihre Sicht der Dinge am Telefon.
Bella Chri-stophel:
"Am Telfon sagte der Nachbar, dass der Ball rund zehn mal...wehren."
Als Entgegenkommen wurde die Zaunanlage um das Sportfeld be-reits durch den Landkreis Gießen als Träger der Schule erweitert. Kosten-punkt: 4000 Euro. Ein Schritt, der of-fenbar dazu führte, dass Nachbarn und Schulleiter jetzt wieder aufeinander zugehen. Denn, es gibt ein neues Ab-kommen.
Schulleiter:
"Wenn Bälle rüber-fliegen, sammelt sie der Anwohner...holt unser Hausmeister dann die Bälle ab."
Um aber die Spannung komplett rauszuneh-men, soll der Fang- Zaun der Schule nochmal um ein paar Meter erwitert wer-den. Ob der Nachbar dadurch den Elektro-zaun dann endgültig abstellt, bleibt fraglich.