Die Richter sind sich sicher: Der 43-jährige Andreas B. hat Mara Sophie nicht im Affekt getötet, wie er behauptet, sondern heimtückisch ermordet. Andreas B. hat während des gesamten Prozesses geschwiegen, ließ aber durch seinen Anwalt ein Geständnis verlesen - er könne sich nicht erklären, was in dem Moment in ihm vorgegangen sei, heißt es darin. Doch das glaubten ihm die Richter nicht:
"Man muss es eben anhand von Indizien und Begleitumständen und auf Grundlage der Beschäftigung mit dem Täter selbst machen. Aber ich meine, herausgehört zu haben, dass es das Motiv Frustration war mit dem eigenen Leben."
Im September 2023 findet ein Radfahrer in diesem Bach im niedersächsischen Barenburg die Leiche der 17-jährigen. Der Täter Andreas B. versucht nach dem Mord zwei weitere Frauen zu töten: Vor diesem Schnellrestaurant in Sulingen greift er eine Mitarbeiterin mit einem Messer an. Anschließend fährt er eine 18-jährige Joggerin an. Beide Frauen werden schwer verletzt. Bei der Urteilsverkündung heute sind die Eltern und Geschwister der getöteten Mara Sophie anwesend.
"Ich hatte den Eindruck, dass die Urteilsverkündung für Mara Sophies Vater besonders schlimm war. Für ihn schien es fast unerträglich zu sein, nur wenige Meter entfernt vom Mörder seiner Tochter zu sitzen."
Mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, kann Andreas B. nicht vorzeitig aus der Haft entlassen werden, sondern erst, wenn Gutachter bescheinigen, dass keine Gefahr mehr von ihm ausgeht.