Für Sabine Burdach ist es die wohl schlimmste Zeit Ihres Lebens.
Mutter: „Es ist nichts mehr wie vorher. Geh ich einkaufen, sehe ich Dinge, die Paul gerne gegessen hat. Ich konnte die ersten fünf Wochen das Haus nicht verlassen, konnte gar nicht unter Leute. Es ist einfach Horror, das kann man gar nicht beschreiben.“
Am 17. April dieses Jahres verschwindet Ihr Sohn Paul mitten am Tag in Rathenow. (Foto)
Die Nachrichten von Sabine am Abend werden nicht mehr durchgestellt – normalerweise schreiben sich Mutter und Sohn jeden Tag.
Paul soll seine Wohnung alleine verlassen haben, verlässt sie so, als würde er nur kurz etwas erledigen wollen. Lässt sogar seine Katze Cynthia zurück.
Mutter: „Wir die ihn kannten, uns war sofort klar, dass da was nicht stimmt und die Polizei, die ihn nicht kannte, die hat gesagt, er kann hingehen, wo er will. Der will nicht gefunden werden. Also definitiv nicht ernst genommen und falsch gehandelt.“
Für sie habe die Polizei zu lange gewartet, bis sie anfängt zu ermitteln.
Staatsanwaltschaft und Polizei gehen inzwischen von einem Verbrechen aus, ermittelt gegen Unbekannt wegen Verdachts des Totschlags.
Staatsanwalt: „Die Ermittlungen sind nicht jetzt erst eingeleitet worden, sondern laufen schon seit einiger Zeit. Also die Ermittlungen dauern an, sie sind nicht jetzt erst eingeleitet worden.“
Zumindest einen Verdacht hat Sabine Burdach.
Mutter: „In Rathenow ist ne ganz große Drogenszene. Und es kann sein, dass er da reingeraten ist. Aber wahrscheinlich nie bewusst war, was da passieren kann.“
Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf.
Unbedingt will sie wissen: Wo ist Paul. Hängt deswegen weiter Plakate auf in der Nachbarschaft.
Mutter: „Es kann nicht jemand verschwinden, ohne, dass jemand was gesehen hat, da bin ich mir ganz sicher. Und ich glaube, dafür muss man nichtmal weit fahren.“
Pauls Katze Cynthia hat Sabine bei sich aufgenommen, für ihren Sohn würde sie alles machen.
Mutter: „Er war wirklich ein guter Junge, er war der beste Sohn der Welt für mich. Und die Vorstellung, dass ihm jemand wehgetan haben könnte. Die kann man gar nicht in Worte fassen.“
Sabine Burdach und die Polizei hoffen auf Hinweise, damit sie so schnell wie möglich rausfinden, was mit Paul geschehen ist.