Wie eine riesige Wand erstrecken sich die Rauchwolken über der griechischen Gemeinde Oropos. Seit gestern kämpft die Feuerwehr hier gegen die Flammen. Keine Autostunde entfernt, in Athen, macht die extreme Sommerhitze den Menschen zu schaffen: Temperaturen über 40 Grad, die Akropolis bleibt über Mittag geschlossen, viele Touristen am Limit.
"Ich habe gesehen, wie ein alter Mann dort oben tatsächlich einen Hitzschlag erlitten hat. Er fiel einfach um." „Es ist vermutlich viel heißer als früher. Es ist schwierig, hier zu sein.“
Auch in der französischen Metropole Marseille kämpft die Feuerwehr weiter gegen die Flammen. Zwar breitet sich der Flächenbrand hier aktuell nicht weiter aus, doch noch ist er nicht gelöscht. Große Waldflächen und sogar einige Häuser sind schon zerstört.
"Ich sah riesige Flammen im Garten unseres Nachbarn. Da habe ich zu meiner Frau gesagt: Wir müssen hier raus."
Doch nicht nur Frankreich und Griechenland sind betroffen. Auch in anderen Urlaubsregionen in Spanien, Italien, Rumänien oder der Türkei kämpfen die Einsatzkräfte gegen Waldbrände. Durch den Klimawandel nimmt das Risiko für sie weiter zu.
"Das heißt, wir haben lange Trockenheit, die so etwas begünstigen. Es entstehen mehr Winde durch Extremwetterlagen. Und dann ist es natürlich auch so, dass Waldbrände den Klimawandel noch weiter aufheizen und insofern ein sich selbst verstärkender Effekt."
Darauf macht nun auch die EU-Kommissarin für Katastrophenschutz aufmerksam. Sie warnt vor einer schwierigen Waldbrandsaison in Europa.