Die politische Poker Runde ist eröffnet. Wer geht all in und schnappt sich welches Ministerium im Kabinett Merz? Den Schlüssel zum Kanzleramt wird sich der CDU Chef nicht aus der Hand nehmen lassen und auch versuchen, Schlüsselressorts mit seinen Vertrauten zu besetzen.
CDU Kanzler haben bislang immer darauf geachtet, dass das Finanzministerium auch in CDU Händen ist und in diesem Fall wahrscheinlich auch noch das Wirtschafts und Arbeitsministerium in einer anderen Form zusammengefügt. Ebenfalls bei der CDU liegt, weil Wachstum das A und O für diese Regierung werden wird.
Federführend könnte hierbei als neuer Wirtschaftsminister der gelernte Volkswirt Carsten Linnemann sein, derzeit noch CDU Generalsekretär? Oder wird es doch eher Thorsten Frei, derzeit Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion. Der 51-jährige Jurist gilt als rechte Hand von Merz und möglicher Kanzleramtschef. Auch dieser alte Bekannte darf hoffen. Jens Spahn, einst Gesundheitsminister in der Pandemie, könnte für die Union in sein altes Ministerium zurückkehren. Oder zieht der Mann mit Schuhgröße 49 gar ins Finanzministerium ein? Für die SPD wird Boris Pistorius wohl auch im neuen Kabinett einen Platz als Minister haben. Denn der Verteidigungsminister hat nicht nur neuen Schwung in die Truppen gebracht, sondern ist auch äußerst beliebt bei der Bevölkerung.
Dass Boris Pistorius Verteidigungsminister bleiben will und dann auch sicherlich Vizekanzler werden könnte. Aber vielleicht will er auch Innenminister werden, weil die SPD auch ein Interesse daran hat zu zeigen, dass sie bei Migration und Zuwanderung eine schärfere Gangart an den Tag legt.
Dann wäre der Posten des Verteidigungsministers frei für SPD Chef Lars Klingbeil, der eigentlich Rockstar oder Fußballprofi werden wollte. Und auch die bisherigen Gesundheits und Arbeitsminister Karl Lauterbach und Hubertus Heil können auf Posten hoffen. Auch die CSU erhebt fröhlich Ansprüche. Markus Söder bleibt wohl in Bayern. Doch sein Parteispezl Alexander Dobrindt, einst Verkehrsminister im Kabinett Merkel, darf dank Rückenwind von Söder von Höherem träumen.
Die CSU schickt traditionell einen Bundesminister in Richtung Verkehrsministerium oder in Richtung Landwirtschaftsministerium, wo sie am allermeisten für bayerische Interessen arbeiten können. Aber ich glaube, dass diese beiden Ministerien. Markus Söder bei weitem zu klein wären.
Viele Namen, viele Spekulationen, ob es am Ende überhaupt Ministerposten in einer schwarz roten Koalition geben wird, wird die Zukunft zeigen.