Es wirkt wie eine Szene aus einem Katastrophenfilm: Der Blick von der Internationalen Raumstation zeigt einen riesigen Hurrikan, der selbst aus dem All unwirklich daherkommt - doch Milton, der mit nahezu 300 Kilometern pro Stunde auf Florida zusteuert, ist eine WAHRE Gefahr:
Jane Castor, Bürgermeisterin Tampa: "Helene war ein Weckruf. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes katastrophal: Wenn Sie sich dafür entscheiden, in einem dieser Evakuierungsgebiete zu bleiben, werden Sie sterben."
Es ist der zweite große Hurrikan in nur zwei Wochen. Mehr als 225 Menschen sind durch Hurrikan Helene gestorben, der eine Spur der Verwüstung zurückgelassen hat. Für die Bewohner Floridas beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Viele sind bereits geflohen. Alle, die dageblieben sind, wissen nicht wohin
"Die Interstate ist voll. Man kann weder nach Georgia, Carolina oder Alabama fahren. Alle Zimmer sind belegt", erzählt ein Betroffener.
Eine Frau erklärt: "Wir haben Angst. Wir wissen nicht, was uns erwartet, oder wann wir wieder nach Hause kommen können. Ich habe die letzten 17 Jahre in diesem Haus gelebt. Das ist mein Zuhause."
Doch wenn Hurrikan Milton seinen Kurs beibehält, droht der Region rund um Tampa der schlimmste Sturm seit mehr als hundert Jahren. Die sonst trockenen Gebiete drohen überflutet zu werden, wenn Milton MORGEN voraussichtlich gegen 2 Uhr Ortszeit - also 8 Uhr deutscher Zeit - das Land erreicht.
Dass die Lage wirklich ernst ist, zeigt sich auch daran, dass US-Präsident Joe Biden seine geplante Deutschland-Reise abgesagt hat.
Die Regierung hat den betroffenen Gebieten schnelle Unterstützung versprochen - doch schon jetzt geht vielen Tankstellen bereits das Benzin aus und erste Supermärkte wurden bereits wortwörtlich leergekauft.