Ein Feld mit 10.000 Solarmodulen. 3 Millionen Euro für klimaneutralen Strom. Eine gute Tat für die Umwelt dachte sich Metzgermeister Rudolf Trinkberger aus Palling. Doch die führt ihn jetzt vor Gericht!? Der Grund: Eine Beschwerde vom Nachbarn; Die Solarpanele sollen blenden!
Und dann hats klipp und klar geheißen: 100 tausend Euro und du wirst von mir nichts mehr hören!
Mit welcher verrückten Idee er versucht seinen Solarpark zu retten...
9 Jahre lang zieht sich jetzt schon der Nachbarschaftsstreit. Dabei wollte Trinkberger doch einfach nur grünen Strom. Seine Metzgerei benötigt nämlich jede Menge Energie. Selbsthergestellt ist's nicht nur klimafreundlich sondern auch deutlich günstiger.
Bei uns waren die Energiekosten ca. bei 20-25 Tausend Euro pro Monat und wir haben sie auf unter 10 Tausend Euro runterdrücken können durch den eigenproduzierten Strom.
Ist doch eigentlich mega, sieht der Nachbar auf der anderen Straßenseite aber nicht so! Weils ihn blendet zerrt er ihn vor Gericht und fordert 100.000 Euro. Aber ist das Problem wirklich so groß? Unser Reporter Sebastian Pieknik schaut es sich mal genauer an.
Die Dinger sollen blenden… Aber irgendwie (schaut es sich genau an) ..blendet nichts.
Nee, sie blenden auch nur 3 Wochen vor und nach Sonnenhöchststand - und das für 15 Minuten am Tag. Stört das noch irgendwen im Umfeld?
Möchte jemand ne Sonnenbrille? // Keiner will ne Sonnenbrille. Aber es blendet doch hier!
Die Schafe sind gelassen. Der Nachbar empfindet die Blendung aber sogar als Gefahr!
Durch die Sonnenreflektion fühlt er sich nicht nur gestört, sondern die ist so massiv, dass sie Lichtreflexe auslöst, dass seine Arbeitnehmer geblendet werden könnten bei der Arbeit. Die könnten stolpern, hinfallen oder sonstiges. Wobei er ja keine Arbeitnehmer beschäftigt…
Skurril! Doch das Gericht entscheidet - und stellt Metzgermeister Trinkberger vor die Wahl.
Es hat geheißen: entweder wir schaffen irgendeine Abhilfe oder die Gegenpartei kann Platten demontieren lassen.
Ja die, die er für 3 MILLIONEN !! Euro hat aufbauen lassen? Ähm bei so einem Sümmchen? Nein! Trinkberger handelt; pflanzt eine Hecke, die die angebliche Blendung verhindern soll, wenn sie groß genug ist. Bis dahin soll dieser Holzberg abhelfen. Eine sofortige Lösung! Also Rechtsstreit beendet, oder?
Haben wir auch gedacht . Aber jetzt gefällt Ihnen die Abhilfe mit der Blendung auch wieder nicht
Neues Problem!! Und aus 100.000 Euro Entschädigung sollen jetzt 180 Tausend Euro werden. Für den Metzgermeister ist es ganz klar:
Er will eigentlich nur Geld von uns, erpressen. Um mehr geht’s eigentlich nicht.
Ist das so? Wir konfrontieren den Gärtner. ER will nichts dazu sagen, doch wen anders kriegen wir zum Sprechen:
Ja wenn man mit dem Auto hochfährt blendet es richtig!!
Okay, verstanden… Das sieht aber nicht jeder Nachbar so, wie wir rausfinden.
Mich blendet es nicht. Ich schaue einfach weg.
Wie es jetzt weitergeht? Ist gerade noch unklar. Denn die Gegenpartei schiebt die nächsten Gerichtstermine weiter auf, will noch mehr Zeit. Aber warum? Vielleicht um das nächste Problem zu suchen…