Der Discounter ist heute geschlossen, auch heute Vormittag ist die Kriminalpolizei im Einsatz, sichert Spuren. Immer wieder kommen Menschen vorbei und sind entsetzt über das, was hier abends in der Einkaufszeit passiert. Passanten erklären:
"Ja, natürlich hab ich mich gewundert, hier ist noch nie was passiert. Das war immer hier ist Schule und da waren Schüler und hier ist eigentlich ruhige Gegend. Ich meine, heutzutage passiert so viel. Warum nicht auch hier?"
Angefangen hat alles aber etwa zwei Kilometer entfernt von dem Discounter: Es ist 18:40 Uhr als die Polizei München von einer Zeugin alarmiert wird. Sie soll eine Frau beobachtet haben, die eine Körperverletzung begangen habe.
Andreas Franken, Sprecher Polizeipräsidium München: "Diese Mitteilerin ist dann einer Tatverdächtigen, verdächtigen Frau in die U Bahn gefolgt. Hat ihren Standort hier übermittelt bis zur Implerstraße. Dort sind dann hier eben zwei Polizeistreife hin beordert worden, sind auch dann auf die Mitteilerin getroffen und dann im Folgenden in den Pennymarkt hier gegangen."
Als die Beamten die gesuchte Frau im Markt ansprechen, soll sie ein Messer gezückt und auf sie losgegangen sein. Daraufhin sollen die
Beamten Pfefferspray eingesetzt haben.
Andreas Franken, Sprecher Polizeipräsidium München: "Und letztendlich ist aber hier an die Beamten sich entschieden von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Und lassen Sie sich gesagt sein, das ist eine Entscheidung, die kein Polizeibeamter leichtfertig trifft."
Zwei Beamte haben auf die Frau geschossen. Insgesamt sollen vier Schüsse gefallen sein.
Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen stirbt die 31-jährige Frau an ihren Verletzungen noch vor Ort im Discounter.
Zu diesem Zeitpunkt sollen sich sowohl Kunden, als auch Angestellte im Discounter befunden haben. Auf RTL Anfrage, teilt uns Penny mit:
"Unsere Gedanken sind aber auch bei den Einsatzkräften und den Hinterbliebenen der Toten. Es ist immer schrecklich, wenn ein Mensch zu Tode kommt. (...) Sofern gewünscht, werden die Mitarbeitenden psychologisch betreut." (Quelle: Andreas Krämer, REWE GROUP)
Mittlerweile hat die Münchner Mordkommission die Ermittlungen rund um den Angriff der Frau übernommen. Außerdem muss geklärt werden, ob die tödliche Schussabgabe der Beamten als letztes Mittel rechtmäßig war.