Vor gut einer Stunde ist der Bundeskanzler in Washington gelandet - vor Friedrich Merz liegt eine schwierige Mission:
Nadine to Roxel, RTL-Chefreporterin Politik: "Kritische Themen gibt’s jede Menge. Aber im Kanzleramt sieht man es schon als Erfolg, wenn Donald Trump und Friedrich Merz einen Draht zueinander finden. Und Donald Trump erkennt, dass er Deutschland und Europa braucht. Strategie des Bundeskanzlers fürs Oval Office: freundlich sein, selbstbewusst, aber bloß nicht anbiedern."
Risse im deutsch- amerikanischen Verhältnis gibt es viele: bei der weiteren Unterstützung der Ukraine ziehen die USA und Europa nicht mehr voll an einem Strang. Und natürlich sind da die ständig neuen Zölle, die auch Deutschland hart treffen. So gelten jetzt verdoppelte Import-Zölle auf Stahl und Aluminium in Höhe von 50 Prozent.
Es steht viel auf dem Spiel. Wie der Kanzler in die Gespräche mit dem US-Präsidenten heute gehen will, dazu sagte Merz beim WDR Europaforum vor einigen Tagen bereits:
Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler am 27.05.2025: "Man muss sich auf ihn einstellen und auf ihn einlassen und gleichzeitig darf man sich nicht kleiner machen als wir sind. Und das ohnehin meine wichtigste, sagen wir mal Voraussetzung, dass wir mit ihm vernünftig reden. Wir sind da keine Bittsteller."
Merz spricht fließend Englisch, Merz hat wie Trump Erfahrungen in der Wirtschaft. Schon mal ganz gute Voraussetzungen, aber keine Garantie dafür, dass er Donald Trump auch tatsächlich knacken kann.