Das Bergdorf Blatten im Süden der Schweiz ist nahezu ausgelöscht. Jetzt steigt das Wasser. Jede Stunde bis zu 80 Zentimeter. Rettungskräfte arbeiten unermüdlich daran, jedes Lebewesen in Sicherheit zu bringen.
Walliser Staatsrätin Franziska Bine: „Seit gestern ist auch die Armee da. Und es zeigt, wie groß die Solidarität in unserem Land ist. Wenn eine Katastrophe passiert, halten wir zusammen und helfen einander.“
Das 300-Einwohner-Dorf war schon vor Tagen evakuiert worden. Mittwochnachmittag dann bricht ein Großteil des Birch-Gletschers ab.
Drei Millionen Kubikmeter Gestein begraben das Dorf.
Raphael Mayoraz: „Das ist sehr sehr selten, wir können nicht in der Geschichte ein Beispiel finden.“
Jetzt droht der entstandene See weiter anzuschwellen und am Ende Geröll mit ins Tal zu spülen. Weitere Dörfer könnten begraben werden. Und die Schneeschmelze könnte das Problem noch verschärfen. Doch all dem zum Trotz sagt Lukas Kalbermatten, der gerade sein Hotel nach 28 Jahren verloren hat: „Das ist so schön hier. Es ist so lebenswert. Und wieso sollen wir weg? Also, wir müssen das jetzt neu aufbauen. Das Dorf wird sich umgestalten. In 40 Jahren ist das Grün mit Bäumen wieder und ich bleibe hier."
Geröll und Eis können vielleicht die Häuser begraben, NICHT aber Heimatgefühl und Zuversicht!