Er hat tierisch Hunger - und das jeden Tag und vor allem jede Nacht.
Rotstirnmaki Floki braucht regelmäßig seine Milch.
Tierpflegerin und Ziehmutter Marina Johannhardt greift deshalb alle 3 Stunden zur Spritze.
Marina Johannhardt Tierpflegerin: "Ich stell mir vosichtshalber einen Wecker - ich höre ihn aber vorher - er fiept dann so - dann kann ich alles fertig machen."
Seit mittlerweile sechs Wochen kümmert sie sich rund um die Uhr um Ihren Floki. Nur zum Einkaufen gibt sie ihn ab. Ein echter Vollzeitjob.
Marina Johannhardt Tierpflegerin: "Floki ist wie mein Baby - natürlich nicht wie ein Mensch, aber da wir so viel Zeit miteinander verbringen, ist das eine ganz enge Beziehung."
Neben Aushilfs-Affenmamma Marina hat Floki aber noch eine zweite ganz wichtige Bezugsperson, oder präziser gesagt: einen Bezugs-Bären.
Marina Johannhardt Tierpflegerin: "Für Floki ist der Bär eine Ersatzmama, wie ich auch. Wir teilen uns die Erziehung. Er ist ein Körnerkissen und warm und er kann sich im Fell festgreifen, dass ist bei mir in den Klamotten nicht ganz so einfach"
Heute ist Tierärztin Claudia Wiese zur Kontrolle vor Ort . Für Floki geht es - natürlich mit Bezugsbär - deshalb auf die Waage.
Claudia Wiese Tierärztin: "Also Floki entwickelt sich hervorragend hier im Zoo - man darf das nicht unterschätzen - er braucht jede Stunde Milch - er muss beschäftigt werden. Er muss in die Gruppe integriert werden, das ist nicht zu unterschätzen. "
Doch Floki soll natürlich nicht dauerhaft unter Menschen aufwachsen! Deshalb packt Aushilfsmami-Marina ihn regelmäßig ein und stellt ihn Mutter Nanni, Tante Erna und Papa Enzo vor. Damit die sich schon mal aneinander gewöhnen.
Marina Johannhardt Tierpflegerin: "Er soll ja ein Rotstirnmaki sein und bleiben, damit er die Gerüche lernt, trifft er seine Familie. Das machen wir jeden Tag mal 5 Minuten mal 10 Minuten - je nachdem, wie er das auch mitmacht."
Wie lange es genau dauert bis Floki von der Mutter und dem Rest der Rotstirnmaki-Familie akzeptiert wird, ist aber noch nicht klar.