Dieses Video zeigt, wie das Feuer entsteht: Die Hip-Hop- Band DNK performt gerade auf der Bühne, als eine Funken-Fontäne die leicht brennbare Decke erreicht und entzündet. Innerhalb kürzester Zeit steht der ganze Club in Flammen - zu dem Zeitpunkt sind 1.500 junge Leute in dem Raum. Zugelassen sind 250.
Marija Taseva, Überlebende:
"Alle haben angefangen zu schreien 'raus hier' - aber es gab nur einen Ausgang. Dann begann ein Riesengedränge. Irgendwie habe ich es geschafft, raus-zukommen - aber meine Schwester nicht. Sie ist tot."
Mindestens 59 junge Musikfans kommen in dem Inferno ums Leben - alle zwischen 14 und 24 Jahre alt.
Schauplatz der Katastrophe ist die 25.000 Einwohner-Stadt Kocani in Nordmazedonien. Als das Feuer in dem Club ausbricht, ist es 2:35 Uhr nachts.
Für Fachleute ist klar, dass die verwendete Pyrotechnik nicht für den Innenbereich geeignet war.
Wolfgang Stabe, Pyrotechniker:
"Ich gehe davon aus, dass das nicht legal war, was da gemacht worden ist. Also man hat einfach aus der Freude heraus aus Unkenntnis irgend-welche pyrotechnischen Gegenstände gezündet, die dann zur Katastrophe führten."
Zudem ist der Der Club "Pulse" nur für 250 Menschen ausgelegt - es waren also sechsmal mehr Menschen da, als erlaubt. Und: Türen und Fenster des Clubs sind mit Eisengittern verschlossen.
Pance Toskovski Innenminister Nordmazedonien: "Wir haben 15 Personen festgenommen. Wir sammeln gerade alle Fakten und Beweise, die für die Untersuchung der Ursache wichtig sind."
Laut dem Innenminister hatte der Club keine Betriebserlaubnis. Die Regierung will wegen der Tragödie eine siebentägige Staatstrauer anordnen.