Ihre Tochter Marie, gerade mal 15 Jahre alt, nimmt sich das Leben. Schuld, da ist sich Stephanie Mistre sicher, ist die Plattform TikTok! Stéphanie Mistre, Mutter: „Damals hatte ich noch keine Ahnung, welche Art von Inhalten auf sozialen Plattformen auf meine Tochter einprasselten. Wenn ich gewusst hätte, dass die Inhalte mit sexuellem Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, körperlicher Gewalt, Möglichkeiten der Selbsttötung und der Förderung von Selbstmord zu tun haben, dann hätte ich niemals meinen Segen für diese Anwendung gegeben“. Doch der 15-Jährigen werden durch den Algorithmus auf TikTok vermehrt brutale Inhalte zugespielt. Dazu kommt, dass Marie in der Schule gemobbt wird. Stéphanie Mistre, Mutter: „Marie war wirklich ein strahlendes junges Mädchen, voller Leben und lustig. // Sie wollte die Leute zum Lachen bringen und sie hatte aber auch eine starke Persönlichkeit.“ Nun reicht die Mutter der 15-Jährigen, gemeinsam mit anderen betroffenen Familien, eine Klage gegen TikTok ein. Various of Grégoire Borst, Professor für Entwicklungspsychologie: "Ich denke, man kann behaupten, dass soziale Medien für eine Untergruppe von Teenagern, also für diejenigen, die bereits mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, wahrscheinlich keine positiven Auswirkungen haben. Sie könnten sogar zu einem negativen Ergebnis führen, indem sie einige der Symptome verstärken. Aber auch hier können wir auf der Grundlage der heutigen wissenschaftlichen Daten nicht mehr sagen als das." Das Unternehmen äußert sich und versichert, dass Nutzer, die nach Videos mit Selbstmordbezug suchen, an psychologische Dienste verwiesen werden. Zudem kümmern sich Sicherheitsexperten darum, dass gefährliche Videos entfernt werden. Doch für Marie gab es keine Rettung mehr. Ihre Mutter zieht deshalb vor Gericht: Gegen TikTok, aber auch gegen die Mitschüler, die Marie gemobbt haben. Stéphanie Mistre will Gerechtigkeit für ihre Tochter!