Sie liegen sich in den Armen. Können nicht fassen, dass ihr Freund so brutal und unerwartet aus dem Leben gerissen wird.
. Er war ein herzensguter Mensch //Wir waren einmal zusammen und danach hat die Freundschaft noch immer super funktioniert , weil man mit ihm einfach immer auskommt."
Es hat mich gestern die Nachricht erreicht und da hat es mir dann eben den Boden unter den Füßen weggerissen//
Ihr Freund, ein 14-Jähriger Schüler, wird am Samstag in Villach mit einem Messer erstochen. Tatverdächtig: Ahmad G., ein 23-jähriger Syrer. Scheinbar wahllos geht er auf mehrere Passanten los, bis ein Landsmann mutig eingreift.
Allaaeddin Alhalabi ist 42 Jahre alt und Essenslieferant. Er wohnt mit seiner Frau und seinen drei Kindern seit 2015 in Villach. Auch am Samstag liefert er Essen aus, als er plötzlich Zeuge der Bluttat wird.
"dann hab ich gesehen, zwei Personen liegen am Boden mit viel Blut. Und dann hab ich sorfort gewusst, was da passiert ist und dann hab ich einfach mit meinem Auto Gas gegeben."
Mit seinem Auto fährt er Ahamad G. nieder. Und verhindert damit möglicherweise noch weitere Todesopfer. Zunächst wird er aber selbst für den Angreifer gehalten.
Er ruft die Polizei. Für den 14-Jährigen Schüler kommt aber jede Hilfe zu spät. Weitere fünf Menschen kommen verletzt ins Krankenhaus. Alle Opfer sind männlich und zwischen 15 und 36 Jahre alt. Ahmad G. wird festgenommen, dabei soll er Allahu Akbar gerufen haben.
"Dabei lächelte er die Beamten an und zeigte den Tauhid-Finger. Ein Symbol, das regelmäßig von Islamisten verwendet wird. Innerhalb kürzester Zeit soll sich Ahmad G. via TikTok radikalisierst haben. Seine Waffe, ein Klappmesser mit einer zehn Zentimeter langen Klinge kaufte er laut Medienberichten erst drei Tage vor der Tat. Der Syrer galt nicht als Gefährder, war nicht polizeibekannt. Und: Er hatte eine Aufenthaltsberechtigung."
Zuvor soll er in Deutschland Asyl gesucht haben, wurde wegen eines gefälschten Ausweises aber strafrechtlich verfolgt und nach Österreich abgeschoben. Nach der Tat durchsuchen Beamte seine Wohnung, dort verstärkt sich der Eindruck eines islamistischen Motivs.
Auch politisch gibt es heiße Diskussionen.
"Der Innenminister fordert jetzt anlasslose Massenüberprüfungen von afghanischen udn syrischen Asylbewerbern und Asylberechtigten. Wie das umgesetzt werden soll, ist noch unklar. Fakt ist: Genau das ist aktuell noch verfassungswidrig."
Betroffen wäre davon aber möglicherweise auch er: Allaaeddin, der Held von Villach. Er selbst hätte damit kein Problem sagt er, sondern im besten Fall ein besseres Gefühl. Geschlafen hat er seit dem furchtbaren Erlebnis wenig. Der Schock sitzt noch tief.Wie auch bei den anderen Menschen im Ort - wie seinen Freunden.
Am Dienstag soll in Villach eine Gedenkveranstaltung stattfinden.