Rösrath bei Köln. Eine blutige Spur führt von einem Geländewagen hinüber zum Eingang eines Restaurants. Eben jene Spur gehört zu einem 54-jährigen Mann. Er wird am Montagabend im Beisein seiner Begleiterin von einem unbekannten Mann attackiert - kann sich nur noch mit letzter Kraft zum Restaurant begeben, bis er kollabiert.
Sascha Wallmeroth (Polizei Köln): „Nach jetzigem Stand ist mehrfach auf den 54-Jährigen eingestochen worden. Mit einem spitzen Gegenstand. Er musste im Krankenhaus notoperiert werden.“
Der Schock sitzt tief. Notfallseelsorger betreuen Ersthelfer und Zeugen in der Gaststätte. Vom Täter fehlt jedoch jede Spur. Die Polizei leitet eine Großfahndung ein - inklusive Hubschrauber.
All das bekommt Felipa Blech hautnah mit. Die Neunzehnjährige lebt mit ihrer Familie gegenüber des Restaurants. Als sich die Studentin am Abend mit Freunden in einem Park trifft, wird sie von Einsatzkräften kontrolliert.
„Dann haben sie uns halt gefragt, ob wir jemanden im beigen Pulli und braunen Locken gesehen haben. Haben wir nicht. Aber wir haben dann die ganze Zeit da gesessen und haben überlegt: Kommt gleich noch jemand aus der Ecke oder so?"
Doch der taucht offenbar ab. Laut Zeugenaussagen soll der Flüchtige etwa 1,70 Meter bis 1,80 Meter groß sein, korpulent und dunkle Haare haben. Wie es genau zu der Tat kam und warum der Mann auf das Opfer eingestochen hat, ist bisher unklar. Die Ermittler wissen jedoch: Täter und Opfer könnten sich gekannt haben.
Sascha Wallmeroth (Polizei Köln): „Nach jetzigem Ermittlungsstand soll sowohl der 54-Jährige als auch der Täter vorher in einem Restaurant gewesen sein. Ob es dort zu einer Auseinandersetzung gekommen ist, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen.“
Die Kölner Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Ermittlungen zu dem Tatverdächtigen sowie die Vernehmungen von Zeuginnen und Zeugen dauern noch an.