Gaby und Denise LIEBEN es, sich zu schminken - und das täglich:
„ich gehe überhaupt nicht ungeschminkt aus dem Haus, nicht mal zum Mülleimer. Auch nicht wenn ich mit meinem Hund rausgehe.“
„Concealer muss immer sein. Ich bin Mama. Wimperntusche auf jeden Fall. Augenbrauen, Lippen schminke ich auch sehr, sehr gerne.“
Aber: Jeden Tag MakeUp tut der Haut nicht unbedingt gut – vor allem bestimmte Produkte, sagt Hautärztin Dr. Simone Vogel.
„Make-Ups, die auf einer sehr öligen Grundlage basieren, die können natürlich dann auch mal die Poren verstopfen. Das kann sich dann auch negativ auswirken und man könnte dadurch beispielsweise kleine Pickel bekommen.“
Deswegen heißt es jetzt erst mal: Runter mit der Schminke! Die beiden müssen nun die nächsten vier Wochen ungeschminkt leben. Kein Rouge, kein Puder, kein Concealer… nur Mascara ist noch erlaubt! Na, wie fühlt es sich an ohne Makeup?
„ich fühle mich schon ein bisschen fremd, weil ich mich ja sonst abends nach dem Abschminken so sehe oder nach dem Aufstehen und normalerweise nicht tagsüber.“
„Ist komisch, Leute um sich zu haben, während man komplett ungeschminkt ist.“
Um herauszufinden, wie sich ihre Haut in vier Wochen verändern wird, macht unsere Dermatologin eine Vorher-Nachher-Analyse. Mit einem Hautscanner kann die Hautärztin genau untersuchen, wie sich der Makeup-Verzicht auf die Haut von Gaby und Denise auswirkt.
„Sie haben gerade im Bereich der Wangen und auch im Bereich des Kinns eine vermehrte Gefäßzeichnung und auch ein klein bisschen
Heißt: Eine chronische Entzündung der Gesichtshaut. Symptome sind Hautrötungen und Pusteln.
In einem weiteren Modus sieht die Ärztin, dass Gabys Hautschutzbarriere angegriffen ist - was in rot anzeigt wird. Das bedeutet, dass die Haut an den Stellen gereizt und dementsprechend empfindlicher ist.
„Häufiges Makeup tragen und auch gerade das Wechseln des Make-Ups, also wenn ich jeden Tag ein anderes habe, das kann das durchaus triggern”
Auch bei Denise zeigt sich im 3D-Scan, dass ihre Hautbarriere etwas angegriffen ist. Außerdem sind Entzündungen, vor allem im Bereich um die Augen und die Nase zu sehen. Das könnte sich – im besten Fall – nach vier Wochen ohne Make-Up verbessern.
„Sie hat ja auch eher eine trockene Haut. Was natürlich auch super wäre, wäre, wenn ihre Haut von der Feuchtigkeit her etwas schöner wird. Und dass sich diese Entzündungen vielleicht zurückbilden.“
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Wie sich ihre Haut ohne Schminke entwickeln wird, halten die beiden im Videotagebuch fest.
“Ich bin jetzt im Supermarkt. Ich habe Tatsache gedacht, dass ich mich sehr, sehr beobachtet fühle. Aber ich muss dazu sagen minimal.“
„Das erste Mal mit meinem Hund komplett ungeschminkt Gassi. Ja, ich stelle fest, dass es doch ganz okay für mich ist. Keiner mich irgendwie komisch anschaut.“
Doch sobald es unter mehr Menschen geht, fühlt Gaby sich unwohl. Auf Wimperntusche kann sie für die Arbeit nicht verzichten.
„Ich komme jetzt gerade von meinem ersten Außendienst-Termin, wo ich komplett ungeschminkt bin. Und das war schon sehr ungewohnt”
Aber: Der Schmink-Verzicht zeigt Wirkung! Nach 2 Wochen ziehen die beiden ein erstes Mini-Fazit:
“Gerade hier die Stellen, die doch immer relativ trocken bei mir waren oder auch die Wangen, dass das jetzt doch frischer aussieht.“
„Meine Haut kann viel, viel mehr atmen. Ich brauche nicht mehr morgens so lange im Badezimmer.“
Gaby und Denise stellen fest: ihre Haut regeneriert sich. Jetzt wartet aber noch die größte Challenge: die beiden sollen komplett ohne Makeup ausgehen.
„Ein Date in meiner Lieblingsbar das habe ich jetzt doch abgesagt, weil irgendwie habe ich mich so unwohl jetzt ungeschminkt gefühlt.“
Denise ist ein bisschen mutiger:
„Das erste Mal gefühlt nach 20 Jahren komplett ohne Make-Up im Restaurant mit meiner Familie.
„Ich finde es echt super, ich könnte mich dran gewöhnen.“
„Ohne besser!“
„Findest du Tanti ohne Make-Up besser? Findest du sie dann schöner?“
„Ja!“
Na also, so schlimm war es gar nicht - zumindest für Denise.
Nach einem Monat treffen wir Gaby und Denise bei Hautärztin Dr. Simone Vogel wieder. Hat sich ihr Hautbild durch Make Up Detox verändert?
“Was man auf den ersten Blick finde ich schon sieht, ist, dass Sie im ersten Bild etwas geröteter sind. Die Poren erscheinen mir heute auch noch mal ein bisschen verfeinert. Zudem sehen wir hier in der Hautanalyse auf jeden Fall, dass die Hautschutzbarriere sich verbessert hat. Das liegt in meinen Augen am ehesten daran, dass wenn man auf Make-Up verzichtet, man natürlich auch weniger aggressive Reinigungsprodukte in der Regel verwendet.“
Denn oft sind es auch diese Reinigungsprodukte, die der Haut schaden. Gabys Haut hat sich durch unseren Test also erholt – und sogar ihre Rosazea-Entzündungen sind teilweise zurückgegangen.
„Da gibt es auch einzelne Studien darüber, dass man weiß, dass häufiges Anwenden von Make-Ups dazu führen kann, dass sich so eine Rosazea verschlechtert werden könnte. Und das hat sich jetzt tatsächlich bei unserer Probandin auch gezeigt. Sie hat nichts angewendet und ihre Haut hat sich verbessert.“
Bei Denise sind zumindest minimale Unterschiede zu erkennen.
„Da hat man im ersten Moment das Gefühl, dass diese leichte Entzündung hier um die Nase herum etwas besser ist.“
Das hat aber – laut Ärztin – nicht nur mit dem Make-Up an sich zu tun.
„Es sind immer mehrere Faktoren, die da mit reinkommen. Es ist die Anwendung des Make-Ups, ob ich die Pinsel reinige, ob ich die Schwämmchen reinige oder auch regelmäßig austausche und desinfiziere.“
Wer sich häufig schminkt, verteilt auch ungewollt Bakterien auf der Haut. Deswegen: Auf die Reinigung achten und mindestens einmal wöchentlich aufs MakeUp-Auftragen verzichten.
Gaby und Denise nehmen noch mehr aus dem Experiment mit.
„Ich habe für mich entschieden, dass ich in Zukunft weniger Make-Up benutzen werde. Für besondere Anlässe immer noch, aber generell nicht mehr wie vorher.“
„Ich habe gemerkt, dass ich auch ohne Make-Up selbstsicher rausgehen kann und da genauso selbstsicher fühlen kann wie mit Make-Up.“
Und das wollen sie in Zukunft dosierter einsetzen – und ihrer Haut immer wieder ein bisschen Erholung gönnen. Das spart übrigens auch Geld und morgens eine Menge Zeit im Bad.