Frank Mayer zu Esprit-Insolvenz: "Es gab ja schon im Mai diese Überlegungen, dass Esprit durch diese Insolvenz aus diesen Mietverträgen rauskommt. Aber das Marktgeschehen oder das Marktumfeld ist auch weiter schwierig bzw herausfordernd. Und da wird man seine Rechnung gemacht haben. Umsätze, Kosten, die waren wahrscheinlich zu hoch. Dann ging es in die Insolvenz. Und das trifft ja im Moment nicht nur die Marken wie Esprit, sondern da waren ja andere auch, wie zum Beispiel Peek und Cloppenburg, die waren ja auch insolvent. Viele versuchen dann, durch eine Insolvenz die Lasten loszuwerden, und dann starten sie irgendwie neu unter dem Label. Und wenn das bei Esprit der Fall ist, dass eben nur zwei Interessenten an diesen an dieser Marke Interesse hatten, dann kann man sich vorstellen, dass das von SB alles abgewickelt wird. Dann taucht die Marke wieder auf, mit einem Finanzinvestor dahinter und dann geht es unter dem gleichen Namen irgendwie anders, dann weiter. Aber man sieht eben auch anhand des Marktumfeldes, dass es schwierig ist. Zum einen die Inflation. Die sorgt dafür, dass die Leute weniger Geld in der Tasche haben bzw weniger Kaufkraft und die halten sich dann zurück und dann muss es eben nicht die 17. Hose und auch nicht die 23. Bluse sein. Dann reichen eben auch 21 und die Kostenseite wird ja auch durch diese Inflation aufgebläht. Und wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, wie zum Beispiel auch durch langfristige Mietverträge, dann steht am Ende eben die Insolvenz. Und er hat ja auch oft gesehen, dass nicht nur diese Modebranche unter Druck gekommen ist. Wir haben ja auch bei der Galeria Kaufhof eine Insolvenz da vermelden müssen und die haben ja auch in einem breiteren Umfeld noch Probleme gehabt. Aber manchmal sind es auch nicht nur die Märkte, sondern auch Managementfehler. Übrigens die Espritholding, die wird in Hongkong gelistet. Muss man aber gar nicht großartig nachgucken, ist nur noch 0,01 € übrig."