Diese Orthesen machen ihr das Laufen angenehmer.
Die Symptome aber- bei fast allen Bewegungen spürbar.
Ina Alpas hat Multiple Sklerose, kurz MS.
"Doppeltes Sehen… umgeschubst."
Multiple Sklerose tritt üblicherweise in einem Zeitraum zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf.
Bei Ina Alpas kam die Diagnose mit 18 Jahren. Ihr Leben verändert sich - von jetzt auf gleich. Denn die Autoimmunkrankheit ist tückisch.
Bei MS wird die äußere Isolierschicht der Nervenzellen angegriffen. Schuld sind falsch programmierte Immunzellen, die diese Nervenhüllen für Fremdkörper halten und zerstören.
Deshalb können Impulse und Informationen zwischen Nervensystem und Organen nur noch langsam oder überhaupt nicht mehr weitergeleitet werden.
Es entstehen Verhärtungen in den Nervenbahnen und die Nervenzellen können absterben.
Ina Alpas lebt bei ihren Eltern, alleine kann die 28-Jährige nicht mehr leben. Ihre Ausbildung als Forstwirtin kann die 28-jährige zwar noch abschließen, in dem Beruf weiterarbeiten allerdings nicht mehr.
Anders bei Leah Mansour. Auch sie hat MS. Die 23-Jährige arbeitet als Erzieherin, die Krankheit merkt man ihr so gut wie gar nicht an.
Die Diagnose kam ungewöhnlich früh kam, mit gerade mal 10 Jahren:
"Ich glaube, dass….wenig Verständnis dafür."
Die passende Therapie musste erst gefunden werden. Doch Leah hat Glück. Seit zwei Jahren spritzt sie sich einmal im Monat ein spezielles Medikament und hat dadurch nur noch kaum Beschwerden.
"Man hat die Hoffnung..geglaubt habe."
Aufgeben- für beide junge Frauen keine Option. Doch die Hoffnung ist groß, dass es irgendwann ein Medikament gibt, die Krankheit ganz zu besiegen.