Von oben sieht die Donau in der Nacht durchaus idyllisch aus. Aber das Wasser hat hier in der Gegend um Donauwörth die Dämme so durchweicht, dass sie zu brechen drohen, viele Anwohner mussten bereits ihre Häuser verlassen.
Auch weiter flussabwärts in Regensburg ist die Lage kritisch. Hier traf es am Abend 200 Anwohner, die direkt am Flussufer wohnen. Weil der Untergrund durch den hohen Grundwasserspiegel stark aufgeweicht ist, drohen die aufgebauten Schutzmauern ihren Halt zu verlieren. Die Menschen müssen ihre Häuser verlassen.
Christopher Prenzel, Anwohner: "Und jetzt?" - "Ja zu Freunden unterkommen, die haben angerufen, weil sie es auch gelesen haben, dann haben wir die Möglichkeit genutzt, Koffer gepackt und los geht's."
Andere versuchen, ihre Häuser mit Sandsäcken zu schützen.
In Passau hat sich die Donau schon ihren Weg in die Altstadt gesucht, die Zufahrt in die Stadt ist gesperrt. Dieser Restaurantbesitzer macht schon das vierte Hochwasser mit und räumt vorsorglich alle Lebensmittel in höher gelegene Räume.
Joseph Sahunta, Restaurantbesitzer:
"Wir haben Angst, wir haben psychische Angst. Wir wissen, dass wir auch finanziell damit auch sehr, sehr viele Einbußen haben."
Und in Passau ist es ja nicht nur die Donau, die hier für Hochwasser sorgt, in der Stadt fließen mit Donau, Inn und Ilz gleich drei Flüsse zusammen.