Von dem, was einst eine grüne Oase mitten in der Stadt war, ist das hier übriggeblieben: vertrocknete Wiesen, abgebrannte Parzellen und verlassene Grundstücke. Von den 21 Pächtern des Berliner Kleingartenvereins sind gerade einmal 3 geblieben. Der Rest hat die Lauben verkauft – vermutlich nicht ganz freiwillig.
Maria: „Man hat ne gewisse Angst. Die Schilder, die wir angebracht haben dienen dazu, uns zu schützen.“
Bis zum Jahr 2016 haben Malte und seine Familie hier gerne ihre Wochenenden verbracht. Von dem Tag an, als der Berliner Groß-Investor, Christian G., die Anlage kauft, ist es offenbar vorbei mit der Schrebergarten-Idylle. Er überzeugt die meisten, zu verkaufen und das Grundstück zu verlassen. Für die, die bleiben, beginnt es plötzlich kompliziert zu werden.
Malte „kein Wasser….“
Schikane oder Zufall? Der Strom funktioniert ebenfalls nicht mehr. Ein weiteres Problem: die Verwilderung des Grundstücks.
Maria: rein bei “Es kommen Eindringlinge, das ist das Problem…“
Aber warum lässt der neue Eigentümer die Fläche offenbar so verkommen? Im Internet präsentiert er sich als Immobilienmakler für Exklusives Wohnen. Aber es gibt auch ganz andere Schlagzeilen.
Reporter: „Entmietung…Vertreibung von Mietern…“
Christian G. scheint eine profitable Masche gefunden zu haben. Der zuständige Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung erklärt es unserer Reporterin so.
„….Beschwerden…Druck aufbauen…“
Aus einer ursprünglich geschützten Kleingartenanlage entsteht so exklusives Bauland. Mehrfach versuchen wir, eine Stellungnahme von Christian G. zu bekommen – vergebens. Dafür versucht er weiterhin, Malte und den anderen zu kündigen. Bislang ohne Erfolg: das Berliner Landgericht hat die Kündigung abgeschmettert. Die Pächter dürfen bleiben. Es war aber gewiss nicht die letzte Runde im Kampf David gegen Goliath.