Scholz: "Dieser 24. Februar ist ein furchtbarer Tag für die Ukraine und ein düsterer Tag für Europa. "
So beschreibt Bundeskanzler Scholz den Tag, an dem russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind. Doch für viele Deutsche scheint dieses Datum in erster Linie für eins zu stehen: Weiberfastnacht. Nach dem pandemiebedingten Ausfall des letzten Jahres, freuen sich viele Menschen über die närrische Zeit.
"Wir blenden das jetzt erstmal ein bisschen aus. Es ist scheiße, was da läuft, brauchen wir auch nicht drüber zu reden, aber wir blenden es ein bisschen aus. Weil wir haben so lange gewartet, um Normalität zu haben. Und erlich, wir Kölschen haben eigentlich fast immer Karneval gefeiert. Selbst im krieg ist gefeiert worden. Und warum müssen wir jetzt wieder verzichten? Wir haben eigentlich genug hinter uns. Aber wir denken trotzdem dran. und wenn die Realität nach karneval wieder da ist, dann lassen wir es wieder an unsere Herzen, aber heute lassen wir Karneval an unsere herzen."
(Weissblitz)
"Ich kann die Zeit, wo ich am Altermarkt bin, ausklinken. Muss ich zwangsläufig, wir wollen ein bisschen Spaß haben. Aber spätestens dann hängst du wieder vor der Flimmerkiste und schaust die Nachrichten."
(Weissblitz)
"Ich glaube in Krisenzeiten hat sich gerade in corona auch gezeigt, dass der Karneval auch immer ein Ventil für die Menschen ist. Insofern glaub ich, dass es viele Jecke geben wird, die heute feiern, aber glauben Sie mir, es wird niemanden geben, der sich heute Morgen geschminkt hat und nicht an die Ukraine denkt, an die Menschen da, die bedroht sind und die Angst haben. ."
Doch nicht jeder kann einfach so über die aktuelle Situation in der 1500 Kilometer entfernten Ukraine hinwegsehen:
Man ist natürlich mit der Freude, nach Corona wieder feiern zu können dabei, aber trübt im Herzen schon. Ich denke mir, vielleicht gibt es ja nochmal eine Gedenkminute an die Menschen... also cih glaube wenn es eher zu erfahren gewesen wäre, in Solidarität zu den Menschen, hätte man den Tag vll doch absagen sollen."
Auch wenn zehntausende Jecken in diesem jahr wieder feiern werden, so ganz ausgelassen wie erhofft wird es angesichts des Kriegs nicht vermutlich nicht werden.
Das Rosenmontagsfest in Köln mit einem Umzug im Rheinenergiestadion wurde bereits abgesagt