Bundeskanzler Scholz macht den Abflug: Vom bayrischen Elmau geht's ins spanische Madrid. Von den G7 zur NATO - Gipfel-Hopping in Krisenzeiten. Am Abend Empfang bei Spaniens König Felipe. Dann ein pompöses Abendessen. Zuvor machte Scholz im Gespräch mit RTL klar, wie er die Ukraine unterstützen möchte:
{OT Olaf Scholz, SPD, Bundeskanzler}
"Da geht's um fianzielle Hilfe, um humanitäre Hilfe, da geht es um Waffenlieferungen, die unglaublich viele Staaten auf den Weg gebracht haben. // und das zeigt auch: wir werden unsere Unterstützung fortsetzen." cut5/6
So will Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden sechs weitere Panzerhaubitzen 2000 liefern. Eine Unterstützung, die die Ukranie angesichts der Bilder aus Kremen-tschuk sicher gut gebrauchen kann: Jetzt veröffentlichte Überwachungsaufnahmen zeigen, wie die russische Rakete in das Einkaufszentrum einschlägt, Menschen rennen um ihr Leben.
{OT Wolodymyr Selenskyj, Präsident Ukraine}
"Die russische Rakete hat genau dieses Objekt getroffen. Zielgerichtet. Offensichtlich gab es so einen Befehl. // Sie wollten so viele Menschen wie möglich töten."
Dem will die NATO etwas entgegensetzten: Die schnelle Eingreiftruppe soll deutlich vergrößert werden - Deutschland beteiligt sich mit 15.000 Soldaten. Und: Die Türkei hat ihren Widerstand gegen die Aufnahme von Schweden und Finnland in die NATO aufgegeben. Man will künftig zusammenarbeiten bei Terrorismusbekämpfung, Waffenexporten und Auslieferungen.
{CARSTEN MIERKE, in Madrid}
"Heute Abend hier in Madrid auf jeden Fall große Erleichterung, das wird die Wirkung, die Strahlkraft dieses Gipfels massiv erhöhen." cut10
Zumal so die Nato-Grenzen weiter Richtung Russland rücken werden. Kreml-Chef Putin dürfte das nicht gefallen.