Es sind die letzten Aufnahmen dieser Teenager, die zeigen: Thomas Johnson inhaliert Lachgas – und das hinter dem Steuer. Auf dieser Straße Richtung Abingdon fährt der 19-Jährige um kurz nach Mitternacht mit über hundert durch eine 30er-Zone.
„Als sie die Ecke dort drüben erreichen, verlieren sie die Kontrolle über das Auto, kommen von der Fahrbahn ab und prallen gegen einen Baum. Der Fahrer Thomas Johnson überlebte wie durch ein Wunder, aber seine drei Freunde Ethan, Eliot und Daniel starben bei dem Unfall.“
Diese Überwachungsbilder zeigen, wie Thomas Johnson mit rasender Geschwindigkeit eine Frau überholt, die später zur Zeugin wird. Nach dem Unfall finden die Beamten einen Behälter mit Lachgas in der Fahrerkabine und acht weitere im Kofferraum.
Der Jugendliche wird zu 9 Jahren und vier Monaten Gefägnis verurteilt. Der Vater von einem der Opfer hat eine klare Botschaft:
„Als Fahrer bist du verantwortlich für deine Sicherheit, die deiner Beifahrer und die von anderen Verkehrsteilnehmern. // Man glaubt nicht, dass einem etwas passieren kann, bis es so ist. Bitte seid nicht dieser Fahrer oder dieser Beifahrer.“
Die gefährliche Partydroge aus dem Ballon ist eigentlich ein Narkosemittel. Wie es sich anfühlt? Unser Reporter testet es unter ärztlicher Aufsicht.
"Boah, irgendwie kribbelt der ganze Körper...Körper...und irgendwie ist das ein ziemlich ungutes Gefühl gerade, weil irgendwie hat man... so die Köroerspannung fehlt ... mir ist einfach nur...schwindelig...wirklich total berauscht."
Und genau diese freiverkäufliche Droge ist immer noch vielerorts legal und auch auf unseren Straßen häufig mit an Board – wie sich bei dieser Verkehrskontrolle in Berlin zeigt.
„Rechtlich gesehen sind wir dann ganz klar nicht mehr in der Lage zu sagen, du gibst mir jetzt den Ballon.“
Obwohl Beamte immer wieder Lachgas-Kartuschen an Unfallorten finden. Die Gewerkschaft der Polizei und fordert deshalb einen strengeren Umgang mit der Droge.
„Gleichzeitig muss natürlich was im Bereich der Prävention getan werden. Man muss Heranwachsenden auch sagen, dass das nicht lustig ist, sich damit hinters Steuer zu setzen. Das heißt, zum einen den Verkauf eindämmen, zum anderen aber auch sauber über die Folgen aufklären.“
In Großbritannien ist das Inhalieren von Lachgas inzwischen verboten. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will bundesweit strengere Regeln für die Droge aus dem Ballon und hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Denn klar ist: Bilder wie diese aus Großbritannien dürfen sich auf keiner Straße wiederholen.