Statt Spaß am Spiel, Gewalt am Spieltag. So sieht sie aus die Schattenseite des Fußballs. Um Schlimmeres zu verhindern, schützt die Polizei sogenannte Hochrisikospiele mit zusätzlichem Personal, und das ist teuer. Das Bundesland Bremen bittet Werder Bremen deshalb schon seit 2015 zur Kasse. Zu Recht sagt heute in letzter Instanz das Bundesverfassungsgericht.
Ulrich Mäurer/Innensenator Bremen
In Bremen geht es laut Behörden bereits um 3 Millionen Euro. Der Verein fühlt sich alleingelassen und fordert vor allem von der deutschen Fußball-Liga Unterstützung.
Tarek Brauer/Geschäftsführer SV Werder Bremen
Was sich erledigt hat, wenn sich jetzt weitere Bundesländer dem Bremer Weg anschließen. Einige prüfen das bereits. Nur könnten dann auch auf klamme Dritt- oder Viertligisten hohe Kosten zukommen. Der Steuerzahler wird entlastet, Fans werden möglicherweise durch höhere Ticketpreise belastet und das alles, weil sich ein Teil von ihnen nicht benehmen kann.
Thomas Kessen/Fanorganisation "Unsere Kurve"
Selbst abseits des Fußballs sorgt das Urteil für Aufruhr. Denn je nach Gefahreneinschätzung der Polizei könnten nun theoretisch auch Veranstalter von Volksfesten und anderen Großveranstaltungen zur Kasse gebeten werden.
Im Fokus steht dennoch vor allem der Fußball, wegen seiner Schattenseiten.