Eine geschwungene pinke Form wie aus einem Guss - bis auf dieses Loch... Ist das die Toiletten-Transformation, die uns Frauen ENDLICH das ewig lange Schlangestehen erspart...
„Ja, das nervt schon ganz schön. Ich finde das echt anstrengend. Wirklich.“
„Egal, wo man ist.“
„Versuche es, bis zum bitteren Ende auszuhalten, wenn man weiß - okay: man steht vielleicht Stunden an.“
„Man hat ja schon eine trainierte Blase. Aber irgendwann ist auch vorbei.“
„Es ist ja schon immer so gewesen, dass die Frauen einfach viel, viel länger anstehen und ich denke: Da muss dringend reagiert werden.“
Und hier auf der Kieler Woche, dem größten Segelevent der Welt, hat man jetzt reagiert:
Denn neben den Open-Air-Herren-Pissoirs gibt es jetzt ein vergleichbares Exemplar, das eine immense Zeiterspanis verspricht, denn: Statt sich in einer Kabine einzuschließen, sich hinzusetzen und danach noch ein zweites mal am Waschbecken anzustellen... Gibt es hier einfach diesen schlichten pinken Pott zum fixen Hinhocken fürs Pipimachen ohne Drumherum.
Johanna Lantofsky, Kieler Woche:
„Der Hersteller sagt […] 30 Sekunden anstatt drei Minuten auf der normalen Kabine. Wenn wir lange Schlangen vermeiden wollen, haben wir auch gedacht: vielleicht ist das ja auch was.“ […] 06:08 „Ich selbst bin schon ganz gespannt und freue mich eigentlich auch schon drauf.“
Bei so viel Leidenschaft für den Lady-Lokus wollen wir es nun selbst erleben: Wie empfindet unsere Reporterin die Rosa-Revolte?
"So richtig bequem ist das Ganze hier jetzt nicht"
"Mir persönlich fehlt hier zum Beispiel das Toilettenpapier.
Aber beobachtet gefühlt habe ich mich hier jetzt gar nicht. Ich glaube, das liegt aber vor allem auch an den Bauzäunen, die hier drum herum stehen."
Denn: Das Teil hat keine Türen – und oben guckt der Kopf raus… Also: Pipimachen wie auf dem Präsentierteller?
Gina Périer, „Lapee“ - Erfinderin
„Der Schlüssel des Produkts ist: Es ist intim genug, um zu pinkeln, aber nicht zu intim, als wären Sie nicht in einer geschlossenen Kabine. […] Sie müssen den Türgriff oder das Schloss nicht berühren und bleiben immer noch in einem ziemlich belüfteten Raum, anstatt in einer geschlossenen, stinkenden Kabine.“
Aber: Besteht diese Neuausrichtung der Notdurft auch wirklich den Praxistest?
"Wir haben uns jetzt einfach mal spaßeshalber rangetraut. Ja, und was ist passiert ? Ich bin einfach reingegangen und habe einfach eine Frau gesehen und die da hockte, sag ich jetzt mal so."
"Also, es ging auf jeden Fall schnell."
"Also ich würd s nochmal machen - definitiv."
Wenn es also mal schnell gehen muss könnte dieses weibliche WC wirklich wegweisend sein: Für die Wende beim Wasserlassen ohne Warteschlange.