Das bei einer Party mal was zu Bruch geht, kann passieren. Das man danach für den Schaden aufkommt – auch gut. Nur blöd, wenn man für eine zerstörte Statue in einer italienischen Villa als Entschädigung 200 Euro anbietet – der Schaden aber mehrere Hunderttausend Euro beträgt.
Genau DAS wirft der Vermieter der Villa einer Gruppe von deutschen Influencern vor – in der italienische Corriere della Serra betitelt er sie als "Barbaren".
Aber was ist passiert? Die Influencer haben die historische Villa Alceo im italienischen Viggiú für einige Tage angemietet. Mit den Hausregeln nahmen sie es dabei aber wohl nicht so genau: Auf einem Überwachungsvideo sind zwei Personen zu sehen, die in einen Pool klettern, die Statue umarmen und sie dabei zerstören – das ganze wird gefilmt von ihren Freunden.
Vermieter Bruno Golferini macht die Zerstörung fassungslos. Im Gespräch mit RTL erzählt er.
Als sie ankamen, habe ich schon gemerkt, dass sie darauf aus waren, wild zu feiern. Und wir haben ihnen gesagt, dass sie sich in einer Unterkunft befinden, wo man sich zu benehmen habe.
Was Golferini besonders entzürnt: Die Influencer sollen behauptet haben, die Statue sei aus Sand und nicht aus Stein gewesen. Sie wären bereit gewesen 200 Euro zu bezahlen, forderten dieses Geld dann aber wieder zurück.
Sie waren sehr unhöflich. Einer der Männer hat mich sogar geschubst. Selbst als die Polizei kam, haben sie vor ihnen noch Limoncello aus der Flasche getrunken. Einer von ihnen hat gesagt, die Statue sei offenbar von schlechter Qualität gewesen, sonst sei sie nicht kaputtgegangen.
Bruno Golferini hat in seiner Villa schon häufig Gäste aus Deutschland empfangen und bisher immer gute Erfahrungen gemacht – bis jetzt. Gegen die 17 Gäste hat er Anzeige erstattet. Auch der Brunnen sei bei der Aktion beschädigt worden, erzählt er. Die Statue selbst kann wahrscheinlich nicht mehr repariert werden.