Die bekannte österreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr hat Suizid begangen. Die Medizinerin hatte sich im Kampf gegen Corona für Impfungen und Schutzmaßnahmen engagiert. Dafür hatte sie wiederholt Morddrohungen von Corona-Leugnern und Rechtsextremen erhalten. Auch nach ihrem Tod wird die Ärztin beschimpft.
Am Freitag wird die Leiche der Ärztin in ihrer Praxis gefunden – und Abschiedsbriefe. Zum Inhalt wollen die österreichischen Behörden nichts sagen. Die Kronen-Zeitung zitiert aus den Schreiben: „Ich kann nicht mehr“, soll Lisa-Maria Kellermayr unter anderem geschrieben haben.
Der österreichische Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) reagierte bestürzt auf die Nachricht vom Tod der Ärztin. „Morddrohungen gegen sie und ihre Mitarbeitenden waren brutale Realität. Hass gegen Menschen ist unentschuldbar. Dieser Hass muss endlich aufhören“, schrieb er auf Twitter.
Lisa-Maria Kellermayr hatte während der Corona-Pandemie einen Ruf als engagierte Impf-Befürworterin erworben. Dadurch wurde sie häufiger zum Ziel von Drohungen und Beschimpfungen aus dem Lager der Corona-Leugner.